Katholische Unternehmer warnen vor Schuldenpolitik zulasten der Zukunft
Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) hat die Bundesregierung zu einer generationengerechteren Haushaltspolitik ermahnt. „Allein im am Montag beschlossenen Haushalt 2027 liegt die veranschlagte Neuverschuldung bei knapp 200 Milliarden Euro – und bis 2030 soll sie sogar auf 219,5 Milliarden Euro steigen. Wir erleben hier eine nicht mehr im Ansatz generationengerechte Haushaltspolitik“, erklärt der BKU-Bundesvorsitzende Dr. Martin Nebeling am Mittwoch.
„Zusammen mit der stetig zunehmenden Steuerlast, einem Rentensystem zulasten nachfolgender Generationen sowie der massiven Neuverschuldung und den dazugehörigen Zinsen schwinden die Perspektiven unserer jungen Fachkräfte, die auf den Arbeitsmarkt nachrücken – und jetzt schon vielfach über eine Auswanderung nachdenken“, so Nebeling weiter.
BKU: Politik muss endlich beginnen zu sparen
Neben der Aufnahme weiterer Schulden kritisiert Nebeling besonders auch die Haushaltsführung der Bundesregierung: „Es kann nicht sein, dass wir trotz neuer Schulden weiterhin ein klaffendes Finanzloch von 100 Milliarden Euro haben, das nun auch noch durch höhere Steuern und weitere Rückgriffe auf Rücklagen geschlossen werden soll.“
Der neue Haushalt verdeutliche das Ausmaß des deutschen Ausgabenproblems: „Neue Steuern und Schulden sind in dieser Situation die exakt falsche politische Reaktion. Die Politik muss endlich beginnen zu sparen – nicht zuletzt auch um der nachfolgenden Generationen willen.“