BKU-Stellungnahme zum Umgang mit der AfD
Der BKU steht seit über 75 Jahren für Demokratie, Soziale Marktwirtschaft und Katholische Soziallehre. Er ist gesuchter Ansprechpartner aller demokratischen Parteien.
Dabei hat sich der BKU schon vor einigen Jahren von der AfD abgegrenzt und unterstützt die Position der Deutschen Bischofskonferenz zu dieser Partei ausdrücklich. Genauso grenzt sich der BKU bereits seit Jahren von der Partei DIE LINKE ab.
In diesem Sinne unterstützt der BKU die AfD weder inhaltlich noch organisatorisch, wirbt in keiner Art und Weise für sie und kooperiert auch nicht mit ihren Vertretern. Demnach lässt der BKU es auch nicht zu, dass seine Veranstaltungen oder seine Arbeit durch die AfD vereinnahmt werden.
In der letzten Zeit wurde jedoch klar: Wegducken in der eigenen Filterblase hilft nicht. Daher wird der BKU den Dialog dort, wo er gefordert wird, nicht verweigern – denn nur im Dialog können Argumente gegenüber Positionen eingebracht werden, die nicht mit der Menschenwürde und den Prinzipien der Katholischen Soziallehre vereinbar sind.
Dies gilt nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass der BKU als katholischer Unternehmerverband eine besondere Sensibilität für das Arbeitsleben in den Betrieben hat, in denen viele Menschen mit Migrationshintergrund – nicht wenige seit Jahrzehnten, viele andere erst seit kürzerer Zeit – hervorragende Arbeit leisten.
Dem BKU ist auch mehr als bewusst, dass sowohl ein von der AfD geforderter Austritt aus der EU als auch die von der Partei praktizierte Annäherung an Russland trotz des völkerrechtswidrigen Überfalls auf die Ukraine den Interessen der deutschen Wirtschaft nicht entsprechen.