Pressemitteilungen

Gemeinsame Pressemitteilung von BKU und KKV vom 5. Februar 2014

Versicherungsmathematische Abschlńge statt Rente mit 63

„Die Rentenreform der Großen Koalition setzt das falsche Signal“, betonten die Vorsitzenden des Bundes Katholischer Unternehmer e. V. (BKU) und des Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) heute in einer gemeinsamen Erklärung in Berlin. „Angesichts der demografischen Entwicklung und des drohenden Fachkräftemangels brauchen wir jeden einzelnen Arbeitnehmer“, warnten Marie-Luise Dött MdB (BKU) und Bernd-M. Wehner (KKV). Die Möglichkeit zum abschlagsfreien vorzeitigen Rentenbezug mit 63 Jahren nach 45 Versicherungsjahren konterkariere die erfolgreichen Bemühungen der vergangenen Jahre, den Menschen zu vermitteln, dass die steigende Lebenserwartung nicht einseitig der Zeit des Rentenbezugs zugeschlagen werden dürfe, sondern anteilig sowohl die Beitrags-, als auch die Rentenphase verlängern müsse.
In Folge der steigenden Ausgaben und der sinkenden Zahl von Beitragszahlern, die ja vorzeitig in den Ruhestand geschickt werden, steigen die Beiträge zur Gesetzlichen Rentenversicherung. „Das kostet Arbeitsplätze und belastet die künftigen Generationen der Beitragszahler“, warnten  Dött  und  Wehner. Angesichts der schon jetzt hohen Lohnzusatzkosten und der demografischen Entwicklung sei das katastrophal. Schließlich drohe auch in den anderen Zweigen der umlagefinanzierten Sozialversicherungen eine steigende Belastung. „Wir benötigen ganz im Gegenteil eine Entlastung künftiger Generationen und stabile Lohnzusatzkosten“, betonten sie.

Verlust von Arbeitsplätzen konterkariert Vermeidung von Altersarmut

Gerade weniger qualifizierten Beschäftigten drohe durch die zunehmende Beitragsbelastung der Löhne der Verlust ihrer Arbeitsplätze. „Das konterkariert die Anstrengungen zur Vermeidung von Altersarmut“, kritisierte Dött. Denn in Arbeitslosigkeit bestünden meist weder Spielräume zur privaten Vorsorge, noch würden Ansprüche in der Gesetzlichen Rentenversicherung generiert.

Flexible Lösungen für den Renteneintritt

Der abschlagsfreie vorzeitige Rentenbezug bedeute zugleich, dass Zuschläge bei Beschäftigung über 45 Versicherungsjahre hinaus wegfallen, warnte Dött. Es werde finanziell unattraktiv, länger zu arbeiten. Das stelle die Unternehmen vor große Probleme. „Wir brauchen flexible Lösungen für den Renteneintritt, mit Zu- und Abschlägen, die versicherungsmathematisch sauber finanziert sind“, forderte Dött. Dann könnten die Versicherten frei über den Zeitpunkt ihres Ruhestands entscheiden, ohne dass Dritte durch diese Entscheidung belastet würden.

Erhöhung der Mütterrenten ausdrücklich begrüßt


Die Erhöhung der Rentenansprüche für Mütter von Kindern, die vor 1992 geboren wurden, begrüßten KKV und BKU ausdrücklich. „Die Erziehung von Kindern ist die entscheidende Grundlage für den Fortbestand unserer umlagefinanzierten Sozialversicherungen“, sagte Dött. „Diese versiche-rungsfremde Leistung muss jedoch von der Solidargemeinschaft der Steuerzahler finanziert wer-den“, forderte Wehner, „nicht von den Beitragszahlern zur Gesetzlichen Rentenversicherung.“



Pressemitteilung als pdf



Weitere Informationen erteilen BKU-Geschäftsführer Martin Wilde, Tel.: 0221/27237–0, Mobil: 0172/2341922, E-Mail: wilde@bku.de, und KKV-Geschäftsführer Joachim Hüpkes, Tel.: 0201/87923-0, E-Mail: info@kkv-bund.de.

Impressionen
Aktuelles
Regionale Termine
Presseschau
BKU-Pressemitteilung vom 16.01.2019
Hemel: äBKU hat von Beginn an Debatten mitgestaltetô
„Der Bund Katholischer Unternehmer gratuliert dem Kardinal-Höffner-Kreis zur Feier des 25-jährigen Jubi...
mehr
BKU-Pressemitteilung vom 19.12.2018
Soziale Marktwirtschaft auf europńischer Ebene - BKU im Erasmusprogramm
„Soziale Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert – international, digital und ethisch.“ Dieses Motto h...
mehr
BKU-Pressemitteilung vom 06.12.2018
Soziale Marktwirtschaft muss europńisch und global gedacht werden!
Eine rein nationale Ausrichtung der Sozialen Marktwirtschaft reicht nicht mehr aus: Wir müssen die europä...
mehr
BKU-Pressemitteilung vom 03.12.2018
Wichtige Initiative des Entwicklungsministeriums
„Der Bund Katholischer Unternehmer teilt die Ziele der Allianz für Entwicklung und Klima und wird engagie...
mehr
BKU-Pressemitteilung vom 13.11.2018
Cum-Ex-Geschńfte: Ethische Grenzen nicht Řberschreiten, aber auch auf handwerklich gut gemachte Gesetze achten!
"Zur unternehmerischen Verantwortung gehört auch, dass man seine ethische Handlungsgrenze kennt, die mehr...
mehr