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Pressemitteilung vom 21. Januar 2011

Dött: Christen müssen Flagge zeigen

Beunruhigende Tendenz zur Verfolgung und Diskriminierung

Eine beunruhigende Tendenz zur Verfolgung und Diskriminierung der Christen beobachtet die Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU), Marie-Luise Dött, MdB. „Weltweit sind wir Christen derzeit die  Religionsgruppe, die am häufigsten wegen ihres Glaubens verfolgt wird“, sagte sie am Freitag in Berlin. Jüngstes Beispiel sei der Anschlag auf die Kopten in Ägypten mit 23 Toten. „Einen hohen Blutzoll und viele Repressalien müssen auch die Christen im Irak ertragen. Dies schafft ein Klima der Angst, so dass die Zahl der Christen im Land durch Auswanderung von einer Million auf rund 300 000 gesunken ist“, erläuterte Dött.


Scheinbare Kleinigkeiten

 Aber auch in Deutschland und Europa zeige sich eine Phobie gegen Christen, die sich an vielen scheinbaren Kleinigkeiten festmachen lasse. „In ihrer Gesamtheit ergeben diese aber ein beunruhigendes Bild“, sagte Dött. Als Beispiele nannte sie:
  • Im Schülerkalender der Europäischen Kommission wurden die christlichen Feiertage „vergessen“.
  • Die Frage, ob in Schulen, Gerichten oder anderen öffentlichen Gebäuden Kruzifixe hängen dürfen, beschäftigt immer wieder die Gerichte.
  • Das Verwaltungsgericht Stuttgart musste sich mit der Klage eines Anwohners auseinandersetzen, der das Glockengeläut einer benachbarten Kirche als störendes religiöses Zeichen empfindet.
  • Die Dotationen, die den Kirchen als Entschädigung für Enteignungen zur Zeit Napoleons zustehen, werden in jüngster Zeit wieder in Frage gestellt.
Neuestes Beispiel ist eine Handreichung für Stuttgarter Schulen, Kinder nicht mehr mit „Grüß Gott“ grüßen sollen, weil dies moslemische Mitschüler beleidigen könnte.

  
Für mehr christliches Selbstbewusstsein

„Wir müssen als Christen in Europa mutig Flagge zeigen und den eigenen Glauben offensiv verteidigen“, forderte Dött. Das gelte für die Solidarität mit den verfolgten Christen in aller Welt ebenso wie für die kleinen antiklerikalen Angriffe im eigenen Land. „Ich begrüße es daher sehr, dass der CDU-Bundesvorstand jetzt eine klare Stellungnahme zur Religionsfreiheit in aller Welt verabschiedet hat“, sagte die Abgeordnete.


Nach wie vor gehören rund zwei Drittel der deutschen Bevölkerung einer der großen christlichen Kirchen an, betonte sie und fügte hinzu: „Wir haben also keinen Grund, uns zu verstecken!“
Der BKU

Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 300 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesan¬gruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.

Rückfragen beantwortet Geschäftsführer Peter Unterberg, Tel. 0221 / 2 72 370

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