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BaFin-Präsident spricht bei BKU-Tagung über Ethik in der Finanzwelt

Hufeld: „Nicht das Geld ist schuld, sondern der Mensch“



„Auch in der Kryptowelt werden wir weiter mit unethischem Verhalten leben müssen. Nicht was wir technisch Geld nennen, ist daran schuld, sondern wir selbst.“ Mit klaren Worten machte der Präsident der Bundesanstalt für Finanz-dienstleistungsaufsicht (BaFin), Felix Hufeld bei der Fachtagung „Responsible Finance“ des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) im Kölner Maternushaus deutlich, wo die Verantwortlichkeiten auf dem Finanzmarkt liegen.

Deshalb sei es in diesem Sektor unerlässlich, verbindliche Regelungen aufzustellen. Dabei genüge die klare aber einfache Sprache der 10 Gebote in einer immer globaler werdenden Finanzwelt leider nicht mehr, um die komplexen juristischen Sachverhalte zu erfassen. Weil Gesetzgebungsverfahren oftmals eine lange Zeit benötigen, hält Hufeld in der Zwischenzeit ethische Selbstverpflichtungen von Unternehmen für sinnvoll.  

Bei der Tagung, in der es um Nachhaltigkeitsstrategien in Banken, Kirchen und Unternehmen ging, wurde einmal mehr deutlich: Der Klimawandel und die notwendige Reduktion der CO2-Emissionen erfordern ein rasches Umdenken und Handeln. Das ist eine zentrale Aufgabe zur Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung, bei der ökologische, soziale und ökonomische Fragestellungen im Mittelpunkt stehen.

„Unsere Investitionen sind heute immer noch zu sehr lediglich auf Sicherheit und zu wenig auf Nachhaltigkeit angelegt“, betont Stephan Werhahn. Er ist im Vorstand des Unternehmerverbandes der Experte für das für das Thema Responsible Finance. Ihm ist wichtig, „dass wir bei unseren Investments immer auch die Auswirkungen auf das Klima und die übrigen wichtigen Nachhaltigkeitsziele in den Blick nehmen.“

Das Thema Nachhaltigkeit steht im direkten Zusammenhang mit der Bewahrung der Schöpfung, die nicht zuletzt Papst Franziskus in seiner Schrift „Laudato si“ als Aufgabe definiert hat. Für das Wirtschaftsleben bedeutet dies, dass Gewinne nicht zu Lasten von Menschen und Ressourcen erwirtschaftet werden und die Ressourcen auch noch künftigen Generationen zur Verfügung stehen. „Papst Franziskus wirft mit seiner Enzyklika „Laudato si“ sein ganzes Gewicht für seine ökologischen und sozialen Anliegen in die Waagschale“, betonte die BKU Geschäftsführerin Dr. Sabine Schößler. Dazu fordere der Papst eine „ökologische Umkehr“ der Menschen und eine „ökologische Spiritualität“. Die Berufung des Menschen sei es, Beschützer des Werkes Gottes zu sein. „Dies gehört für Papst Franziskus elementar zum Christsein dazu und ist nicht verhandelbar.“

Die zahlreichen Referenten der Veranstaltung machten deutlich, dass neben dem Klimaschutz auch Ziele wie Armutsbekämpfung, Bildung und Gesundheit weiter von besonderer Bedeutung bleiben. Ein Fortschritt im Sinne der Nachhaltigkeit sei nur als Gemeinschaftswerk von Regierungen, Aufsichtsbehörden, Finanzmarktakteuren, Unternehmern und der gesamten Zivilgesellschaft erreichbar.
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