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Bund Katholischer Unternehmer positioniert sich zur Zukunft der Rente

BKU schlägt unmittelbare Familienentlastung bei der Rentenversicherung vor


In die Debatte um die Zukunft der Rente positioniert sich der Bund Katholischer Unternehmer (BKU). „Selbstverständlich ist es ein wichtiges politisches Anliegen, das Rentensystem der Bundesrepublik Deutschland weiter zukunftssicher zu gestalten. Der Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zur Grundrente ist gemäß den Maßstäben der Christlichen Soziallehre betrachtet weder solidarisch noch nachhaltig“, betont der BKU-Vorsitzende Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel.
„Der Verzicht auf eine Bedürftigkeitsprüfung bei der Grundrente fördert eine Verteilung nach dem Gießkannenprinzip. Die Zeche dafür zahlen die aktuellen Beitragszahler und besonders die junge Generation.“ Der BKU hält es daher für unverzichtbar; bei der Berechnung der Grundrente sowohl auf die Bedürftigkeit des Beziehers zu schauen als auch das Einkommen des Ehepartners nicht unberücksichtigt zu lassen.
 
Neben der Diskussion um die Grundrente sind für den Bund Katholischer Unternehmer weitere Stellschrauben unter dem Gesichtspunkt der Gerechtigkeit zentral für die Zukunftsfähigkeit des Rentensystems. Deshalb fordert der Unternehmerverband eine Beitragsentlastung von Familien mit Kindern. „Wir stellen uns eine Beitragsermäßigung beim Arbeitnehmerbeitrag der Eltern von 2 Prozent je Kind vor“, erklärt Hemel. „Eine solche unmittelbare Entlastung hilft den Familien mehr, als die Erwartung, in 30 Jahren etwas mehr Rente zu erhalten.“ Für Beitragszahler mit einem Kind läge der Sozialversicherungs-Anteil also bei 7,3% statt 9,3%, bei zwei Kindern bei 5.3% statt 9,3%, bei drei Kindern bei 3.3% statt 9.3%. Ein solcher Ansatz ist gerecht, weil geborene Kinder später einmal als Erwachsene überwiegend selbst Beiträge zum Gemeinwesen leisten werden.
 
Im Ergebnis bedeutet das für einen Haushalt mit zwei Durchschnittsverdienern und zwei Kindern, dass der Familie 1520 Euro im Jahr mehr zur Verfügung stehen.

Ein solcher Vorschlag braucht eine solide Finanzierung, um politisch durchsetzbar zu sein. Deshalb fordert der BKU zur Gegenfinanzierung einen Zuschlag von einem Prozent bei den Arbeitnehmerbeiträgen von Kinderlosen. Als weitere Finanzierungsquelle können die steigenden Steuereinnahmen genutzt werden, die durch die Zahlungen von Rentnern in der Zukunft zufließen.

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