„Diversity-Management ist Führungsaufgabe“

CSR-Workshop "Vielfalt im Arbeitsalltag" stärkt interkulturelle Kompetenz

Unser Arbeitsmarkt ist auf mehr Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Aber wie sieht es mit unserer Einstellung zu Menschen mit ausländischen Wurzeln aus? Es fehlt ein "Werkzeugkasten" für den Umgang mit unterschiedlichen Mentalitäten, Kulturen und Nationalitäten, mit dem die Unterschiedlichkeit der einzelnen Teammitglieder in den Arbeitsprozess einbezogen werden können. Im Seminar "Vielfalt im Arbeitsalltag", das im September 2014 als Kooperationsveranstaltung des BKU mit dem Diözesan-Caritasverband (DICV) in Köln durchgeführt wurde, wurden Teilnehmerinnen und Teilnehmern Maßnahmen und "Werkzeuge" für erfolgreiches Diversity-Management vorgestellt.
Dazu gehören neben der kulturellen Vielfalt auch die Dimensionen Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung, religiöse Prägung und unterschiedliche Kompetenzen eines Menschen. „Wer ethnische Unterschiede bewusst beachtet und gestalterisch einsetzt, schöpft zusätzliche Potenziale aus“, so BKU-Geschäftsführer Dr. Martin Schoser. Allerdings entfalteten sich diese Potenziale nicht automatisch. Diversität benötigt einen Rahmen, muss gewünscht und organisiert werden. Hier setzt Diversity-Management mit dem Ziel an, sich aus einem Gruppenzugehörigkeitsdenken zu lösen und sich auf die Stärken der einzelnen Gruppenmitglieder  zu fokussieren.

„Es ist eine eindeutige Führungsaufgabe innerhalb einer Organisation“, so Ulrike Flenskov, Projektleiterin des DICV. Ebenso wichtig sei, die Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren, Antennen zu entwickeln, Dinge zu hinterfragen und nicht die eigenen Stereotype zu bedienen. Hierzu eigneten sich kultursensibilisierende Seminare. Unternehmen, die sich bereits als sehr vielfältig betrachten, lernten den Wert von Diversität deutlich einzuschätzen.

Unter der Leitung von Alexander Scheitza, Dipl.-Psychologe sowie Gründungsmitglied und Geschäftsführer vom Kölner Institut für Interkulturelle Kompetenz, diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars abschließend, wie Diversity Management konkret  umgesetzt werden kann. Ergebnis: Diversity-Management  funktioniert nur, wenn das Interesse an Vielfalt von oben und unten besteht und Bottom-up- und Top-down-Prozesse ineinandergreifen.   msz/ms

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