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40 Jahre Weltkulturerbe – „Auf der Suche nach dem Licht der Welt“

07.03.2018 BKU intern

Mit dem ersten Glockenschlag, pünktlich um 19:00 Uhr, hieß Andree Brüning, der Vorsitzende des BKU Aachen, die anwesenden Gäste und Wilhelm Peters aus Paderborn herzlich willkommen und bedankte sich bei Domprobst em. Msgr. Poqué und dem BKU Aachen, die zusammen diesen Abend erst möglich gemacht haben.
Unter dem Thema des Abends „ Auf der Suche nach dem Licht der Welt“ haben wir an diesem ehrwürdigen Ort zuerst Psalmen gesungen und gebetet, um danach den Gedanken eines erflogreichen und zugleich demütigen Unternehmers zu folgen.



Pfarrer Frank Ertel, Andree Brüning, Dompropst em. Msgr. Helmut Poqué, Wilhelm Peters
Aachen - Am Mittwoch, den 07.März 2018 lud der Bund Katholischer Unternehmer zu einem Vespergebet in die Chorhalle des Aachener Doms unter dem Titel „Auf der Suche nach dem Licht der Welt“.
Im Anschluss an das Gebet und dem Segen durch Msgr. Poqué, gab der Glasmaler Wilhelm Peters aus Paderborn einen eindrücklichen Impuls, der die Verbindung von Glaube und Unternehmertum auf wundersame/eindrückliche Weise verdeutlichte.

Im Anschluss an die Vesper gab Wilhelm Peters einen Impuls über seine Vision von Glas und Licht. Beeindruckend die demütige Haltung des Referenten vor seiner Arbeit.

Das der Glasmaler Wilhelm Peters an diesem Abend in der Chorhalle des Aachener Doms über das Zusammenspiel von Licht und Glas erzählte, war kein Zufall. Denn auf Grund ihrer hohen und aufwendig gearbeiteten bunten Fenster, wird sie auch das „Glashaus des Doms“ genannt.
Und was wäre passender gewesen, als einem Glasmaler - einen erfolgreichen Unternehmer - an diesem Ort Glaubens über die Kunst der Glasmalerei und ihrer Wirkung auf den Menschen und den Glauben seine Gedanken zu verfolgen und hören.
Der gelernte Künstler führt sein Familienunternehmen zusammen mit seinen Kindern bereits in der dritten beziehungsweise der vierten Generation. Gegründet im Jahre 1912 von Otto Peters und 1935 weitergeführt von Emil Peters übernahm Wilhelm Peters das Unternehmen im Jahre 1980, nachdem er in Hamburg das Studium der Kunst und Kunstpädagogik absolviert und sich als Ausstellungsmacher und Autor einen Namen gemacht hatte. Heute ist er international, unter anderem in Hong Kong, Kanada und New York, tätig. Und das alles aus Paderborn.
Die Glasmalerei ist mit ihrer 1300jährigen Tradition ein altes Kunsthandwerk und hat sich erst mit der Zeit zu ihrer heutigen Vielfalt entwickelt. So unterscheidet man etwa „Malen mit Glas“ als Form der musivischen Glasmalerei, in welcher farbige Gläser mit Bleilot zusammengesetzt werden. Und dem „Malen auf Glas“ bis dann in der Renaissance das Spektrum an Farben voll entwickelt war.
Die stetige Entwicklung der Produktionsbedingungen und Herstellungsverfahren ermöglichen es, das alte Kunsthandwerk der Glasmalerei in der heutigen Zeit lebendig zu halten.
War es 1985 produktionsbedingt möglich nur DinA4 große Scheiben zu brennen, so ist es heute dank moderner Techniken und Verfahren machbar, Scheiben mit einer Größe von drei mal sechs Metern zu brennen.
Die Werkstätten Peters befassen sich sowohl mit der Restaurierung alter Glaskunst als auch mit der Neuanfertigung modernerer Projekte.
Besonders betont hat er dabei das es wichtig sei vergangenes zu bewahren und gleichzeitig hier und da durch modernes zu ergänzen oder zu ersetzen, denn durch diese Synergien, so Peters, können ganz wunderbare Dinge entstehen und bezog sich hierbei auf ein Projekt in Girona bei dem sie ein altes Fenster restauriert und rückseitig durch eine neue Scheibe ergänzt haben, sodass die verblichene Farbe des restaurierten Fensters durch die des neuen ergänzt und unterstützt wird.
Glas, so Peters, sei so wunderbar vielfältig wie das menschliche Tun. Je nach Blickwinkel und Tageszeit der Betrachtung ändere sich das Bild und somit sein Wesen.
Er beendete seinen Impuls mit einem Zitat:

„Unternehmertum bedeutet, immer wieder etwas in die Hand zu nehmen, es bei Licht zu betrachten und zu entwickeln.“ -  Wilhelm Peters

Im Anschluss an die Veranstaltung klang der Abend ruhig in der Aachener Innenstadt bei einem italienischen Abendessen und gutem Wein aus.
Text: (Alexander Jungesblut - Bilder: Thomas Langens Aachen)

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