Neuigkeiten

Dr. Rüdiger von Stengel beim christlich-muslimischen Unternehmerdialog

„Wir sind alle aufgefordert, heute unser Gewissen zu prüfen und morgen in unserem Alltag in unseren Unternehmen danach zu handeln!“

Die vierte Veranstaltung des christlich-muslimischen Unternehmerdialogs zum Thema „Gott, Geld und Gewissen – Ethisches Investment im Christentum und Islam“ fand am 22. September im Missionspriesterseminar der Steyler Missionare in Sankt Augustin statt.  Es wurde beleuchtet, welche Haltung die beiden Religionen gegenüber der modernen Geldwirtschaft einnehmen. „Wie ist diese mit dem Streben nach einem gotterfüllten Leben zu vereinbaren? Sind Geld und Besitz Hindernisse auf diesem Weg oder können sie sinnvoll eingesetzt werden?“, lauteten Fragen, welche die Veranstaltung bewarben und die an diesem Abend beantwortet und diskutiert wurden.
Dr. Rüdiger von Stengel spricht über ethisches Investment
Sankt Augustin - Dr. Rüdiger von Stengel, Vorsitzender der Diözesangruppe Bonn und geschäftsführender Gesellschafter der Art-Invest Real Estate Management GmbH & Co. KG, äußerte sich wie folgt zum Thema des Abends:
„Wir haben heute gehört, dass sich hier Christentum und Islam in wesentlichen Positionen decken. So ist Zins, der als Vorteilsnahme eine persönliche Notsituation übermäßig ausnutzt, unethisch.
Es ist notwendig genau hinzusehen, was mit unseren Investitionsentscheidungen einher geht – was mit unserem Geld gemacht wird. Profitieren wir von Lastern, für die wir eine Plattform liefern – wenn ich z.B. an eine Spielhölle vermiete, so ist dies unethisch. Wir tragen Mitverantwortung für das, was mit unserem Geld geschieht!
 
Du kannst nicht zwei Herren dienen – Gott und dem Mammon – haben wir vor wenigen Tagen im Evangelium gehört (LK 16 1-13). Als Unternehmer sind wir als Treuhänder den Mitgesellschaftern, den Kunden, den Investoren verpflichtet. Diese dürfen erwarten, dass ich in ihrem Auftrag und besten Interesse handle. Gleichzeitig bin ich aber Christ. Wie passt das zusammen? Dieses Spannungsfeld hat uns durch den heutigen Abend getragen. Eine erste Antwort haben wir heute gehört: Gott sieht auf unsere Haltung: Behandeln wir unsere Mitarbeiter, Geschäftspartner, Kunden mit Würde, Achtung und Respekt , auch wenn wir unterschiedliche Interessen vertreten?
Sind wir demütig oder stolz? Wollen wir den Gewinn für uns selbst, um zu glänzen und es uns gut gehen zu lassen, oder handeln wir für das Wohlergehens des Unternehmens und der Mitarbeiter, für die wir Verantwortung tragen? Für die Familie, die sich auf uns verlässt? Um mit dem Gewinn Gutes zu tun – für die, die weniger haben; auch für die die es uns nicht danken können? Wir sind alle aufgefordert, heute unser Gewissen zu prüfen und morgen in unserem Alltag in unseren Unternehmen danach zu handeln!“

Interessiert folgt das Publikum den Rednern des Abends
Interessiert folgt das Publikum den Rednern des Abends

Die nächste Veranstaltung des christlich-muslimischen Unternehmerdialogs, einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe des Bunds Katholischer Unternehmer (BKU), des Katholisch-Sozialen Instituts (KSI), des Referats Dialog und Verkündigung des Erzbistums Köln und der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), findet am 26. Oktober 2016 zum Thema „Führen in kultureller Vielfalt – Durch kulturelle Vielfalt in Führung gehen“ in Leverkusen statt.

Impressionen
Aktuelles
Regionale Termine
Presseschau
BKU-Pressemitteilung vom 17.09.2018
Transparenz durch Überprüfbarkeit kirchlichen Handelns
„Das Ausmaß der Verbrechen, die das Gutachten zum Missbrauch in der Katholischen Kirche darlegt, ist er...
mehr
BKU-Pressemitteilung vom 10.09.2018
23.08.2018 BKU VorOrt
Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE ...
mehr
BKU-Pressemitteilung vom 30.08.2018
Fachkräften Statuswechsel ermöglichen
„In einer Situation, in der der Bedarf nach Fachkräften immer drängender wird, muss es Lösunge...
mehr
BKU-Pressemitteilung vom 02.08.2018
Betende Unternehmer
Die Mitglieder des Arbeitskreises „Christliche Spiritualität“ im Bund Katholischer Unternehmer e. ...
mehr
BKU-Pressemitteilung vom 27.06.2018
„Die Einheit Europas und die Einheit der Unionsparteien sind ein hohes Gut“
„Europäische Einheit gibt es nicht zum Nulltarif, aber ohne Solidarität aller Beteiligten zerfällt...
mehr