Neuigkeiten

Nachhaltigkeit in Landwirtschaft und Ernńhrung

äagrobusinessô am Niederrhein

Am 29.März 2016 trafen sich 30 Mitglieder und Interessenten an der Arbeit des BKU zum zweiten Mal, dieses Mal auf Einladung von Freiherr Raphaël von Loë in der Mühle des Schlosses Wissen, Weeze.

Die Gäste wurden zunächst eingeladen, die frisch renovierte Schlosskapelle, eines der wenigen Beispiele der Kirchenkunst im Nazarener-Stil, zu besuchen. Der seinerzeitige  Bauherr von Loe verstand es, listenreich die Restriktionen der preußischen Verwaltung, die den Kulturkampf gegen die Katholiken organisierte und durchführte, zu umgehen und die Kapelle zu errichten. Der Hausherr erläuterte die technischen Sanierungsarbeiten an dem Bauwerk und das Bildprogramm der Kapelle.

Herr Graf Wolfgang von Ballestrem bedankte sich im Vortragsraum beim Gastgeber, Freiherr Raphaël von Loë für die Gastfreundschaft, begrüßte die Referenten, Frau Dr. Anke Schirocki, agrobusiness Niederrhein e.V., Herrn Prof. Dr. Klaus Pillen, Martin-Luther-Universität Halle, und die zahlreich anwesenden Gäste.
   
Frau Dr. A. Schirocki stellte die Region agrobusiness Niederrhein e.V. und dessen Ziele vor. Im Kern geht es um die die Vernetzung der Wirtschaftszweige im Cluster „Agrarwirtschaft“, den Niederrhein bis 2020 zu einer der wettbewerbsfähigsten Agrobusiness-Regionen Europas zu entwickeln. Das dient der Wirtschaft und den Menschen am Niederrhein.


http://www.agrobusiness-niederrhein.de/cms/front_content.php?idcat=67&lang=1



Im seinem Vortrag ging Prof. Dr. K. Pillen auf die Pflanzenzüchtung ein, die an der Universität Halle einen bedeutenden Schwerpunkt sowohl in der Agrarforschung als auch am dort ansässigen WissenschaftsCampus Halle - Pflanzenbasierte Bioökonomie bildet. Ziel der Arbeitsgruppe Pillen ist es, u.a. widerstandsfähige Gerste durch Einkreuzungen von vorteilhaften Genen verwandter Wildarten zu züchten. Dabei soll in internationalen Kooperationen die genetische Basis der neuen Sorten erweitert werden und die Pflanzen durch Stärkung der eigenen Abwehrkräfte besser Krankheiten, sowie  Trockenheit, Hitze und Salzstress widerstehen können.

http://www.landw.uni-halle.de/prof/plantbreeding/mitarbeiter/1045084_1654601/



In der anschließenden Diskussion wurde die Verbindung zwischen den Vorträgen und den Zielen des BKU kurz dargestellt. Es geht nicht nur um die Sicherstellung der Ernährung der wachsenden Erdbevölkerung sondern auch um die Wahl ethisch angemessener Mittel. Hier ist eine vertiefte Diskussion zwischen Wissenschaft, Unternehmen und Politik angeraten.
Hans Jürgen Arens
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