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Besuch des Teilchenbeschleunigers COSY am Forschungszentrum Jülich

„Seltsame Teilchen im Visier“

Schlüsseltechnologien für morgen,

unter diesem Motto arbeitet das Forschungszentrum Jülich (FZJ). Dazu hat man sich auf zwei Bereiche spezialisiert: ‚Energie und Umwelt‘ und ‚Information und Gehirn‘. In diesen beiden Bereichen möchte man mit modernster Forschung Lösungen aufzeigen.

Die DG Aachen am Forschungszentrum Jülich - hier im Teilchenbeschleuniger COSY
Jülich 29.10.2014 -
Die BKU DG Aachen besuchte am 29.10.2014 das FZJ mit dem Wunsch, einen Teil der Grundlagenforschung, die am Institut für Kernphysik (IKP), an dem Elementarteilchenbeschleuniger mit dem Namen COSY, kennenzulernen.

Dazu hieß Prof. Otto Schult uns herzlich willkommen. In der Eröffnungsrede verglich er das Unternehmertum am IKP mit dem Unternehmertun in der Wirtschaft. Das Ziel eines Forschungszentrums sei, sagte er, die Grenzen des Wissens auszudehnen. Die sich daraus ergebenden praktischen Anwendungen sind meistens nicht vorhersagbar und entwickeln sich erst im Laufe der Zeit. Deshalb ist Grundlagenforschung wie am FZI notwendig und sinnvoll.
 

Im anschließenden Vortrag erklärte uns Prof. Rudolf Maier in unterhaltsamen Bildern wie der Beschleuniger funktioniert und welche wertvollen Antworten Vorort und in Kooperation mit anderen Instituten gewonnen werden. Das Ziel der Forschung am IKP liegt insbesondere im Verständnis der Eigenschaften der Atomkernbausteine Protonen und Neutronen.

Eine mögliche praktische Anwendung ist der rasche Abbau von Radioaktivität, z.B. von Kernreaktorelementen, durch Umwandlung der Atome, die sogenannte Transmutation. Dieses politisch brisante Thema wurde heftig diskutiert.

Eine zweite praktische Anwendung der dort geleisteten Forschung ist die sogenannte  Positronen-Emissions-Tomographie (PET), die über die Möglichkeiten der Computertomographie (CI) hinaus nicht nur Informationen über die inneren Strukturen liefert sondern auch über die Funktionen der untersuchten Organe und Gewebe.























Nach dem Vortrag führte Prof. Maier uns zusammen mit Dr. Dieter Prasuhn durch die Beschleunigerhalle in der er uns die eindrucksvollen mannshohen Elemente des 184 m großen Beschleunigers und die komplexen Detektorsysteme zeigte, mit der man Schritt für Schritt der Natur weitere Geheimnisse entlockt. 

Während des Rundgangs am COSY und des anschließenden sehr guten Abendessens im Faculty Club des See Casino’s, wurden lebhaft viele weitere Fragestellungen rund um die Arbeit des FZJ diskutiert. Es wird sich auf jeden Fall lohnen weitere Institute des Forschungszentrums Jülich zu besuchen, die sich mit den Schlüsseltechnologien für morgen beschäftigen.

Dr. Klaus Molzberger

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