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Haftung und Verwantwortung

Pressegespräch zum Thema Banken und Moral

 Zu einem Pressegespräch hatte die DG die regionalen Medien geladen. Im Mittelpunkt stand das Konzept einer an traditionellen Werten orientierten Form des Wirtschaftens im Banken- und Finanzwesen.
Hans Pfeifer vor der Kamera des Domradios
 Im Rahmen einer Presserunde hat die Kölner Diözesangruppe des Bunds katholischer Unternehmer am 09. Oktober ihre Positionen zum Verhältnis von Profit und Moral vorgestellt. „Nichts gelernt?“ lautete die provokante Frage, wie die Reaktionen auf Finanz- und Eurokrise heute aussehen. In den Räumlichkeiten der Kreissparkasse am Kölner Neumarkt legte Hans Pfeifer, ehemals Vorstandsvorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbands (RWGVMünster, das Konzept einer an traditionellen Werten orientierten Form des Wirtschaftens dar.

Die Banken- und Staatsschuldenkrise wurde dabei auf Deregulierungen und Ungleichgewichte im Wirtschafts- und Finanzsystem zurückgeführt. Diese beruhen den Ansichten des BKU Köln zufolge auf einer Abkehr einiger Banken und Akteure des Finanzsystems von den eigentlichen Aufgaben zu Gunsten eines scheinbar grenzenlosen Profitstrebens. Auf die Analyse der Krisenursachen folgte eine Klärung der Kernaufgaben der Banken. Diese seien vor allem die Kreditvergabe, das Einlagengeschäft, die Vermögensverwaltung und den Zahlungsverkehr. Die Wahrnehmung dieser Aufgaben könne nicht ohne fundierende Werte wie Verlässlichkeit, Vertrauen, Gemeinwohlorientierung sowie ohne einen Corporate Governance Kodex funktionieren. In der Schlussfolgerung hieß es, die adäquate Reaktion auf die Krise könne nur in der Umorientierung auf bewährte und stabile Werte wie Nachhaltigkeit, Haftung und Verantwortung bestehen, wie es insbesondere regional agierende Banken praktikzieren. Hans Pfeifer: „Das Banken- und Finanzsystem ist weder ein Selbstzweck noch ein Mittel zur ungezügelten Profiterwirtschaftung. Im Mittelpunkt des Wirtschaftens müssen der Mensch und das Gemeinwohl stehen.“ Die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und das Leitbild des ‚ehrbaren Kaufmanns‘ müssten wieder einen zentralen Platz im Wirtschaftssystem einnehmen, das Handeln der Finanzinstitutionen müsse sich wieder an den Erfordernissen der Realwirtschaft orientieren und deren Zahlungsfähigkeit sichern. Im Mittelpunkt des vorgestellten Wirtschaftskonzepts steht damit der vierfache Dienstcharakter bei der Übernahme von Verantwortung im Wirtschaftssystem: Der Dienst am Kunden, an den Eigentümern, an den Mitarbeitern und an der Gesellschaft wird zur tragenden Säule wirtschaftlichen Handelns und Erfolgs.

Zufrieden mit dem Ergebnis der Gesprächsrunde zeigte sich auch der Vorsitzende der DG Köln, Prof. Manfred Maus: „Der Bund katholischer Unternehmer steht für wirtschaftsethische Positionen. Bei diesem Gespräch konnten wir klar deutlich machen, dass die soziale Marktwirtschaft nicht auf die ‚rote Liste’ gehört, sondern auch für die Zukunft das Erfolgsmodell ist und sein muss. Es ist deutlich geworden, dass es gerade im Banken- und Finanzsystem nicht um Profit um jeden Preis gehen darf und dass es ordnender Regeln, grundlegender Werte und der Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse bedarf.“

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