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Vertrauen ist das "Lebensmittel"

5. Rhododendren-Abend auf Schloss Heltorf

Wenn eine Veranstaltung zum 3. Mal stattgefunden hat, ist sie im Rheinland Brauchtum geworden. Und so brach auch in diesem Jahr das langjährige Mitglied des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) Wilhelm Graf von Spee nicht mit einer liebegewonnenen Tradition und lud am 21. Mai zum bereits 5. Mal die Mitglieder der Diözesangruppe Düsseldorf des BKU zu einem Spaziergang durch den Schlosspark „Dicke Busch“ mit dem Rhododendrengarten von Schloss Heltorf in Düsseldorf-Angermund ein.
BKU Gńste auf Schloss Heltorf (Foto: Christian Dick)
DŘsseldorf - Rund 50 Mitglieder und Gäste des BKU waren der Einladung gefolgt. Zu Beginn des Abends wurde in der in der Schlosskapelle die Vorabendmesse gefeiert. Der Zelebrant, Pater Johannes Zabel (OP), Geistlicher Berater des BKU-Diözesangruppe Düsseldorf, früherer Subprior im Dominikanerkloster St. Andreas in Düsseldorf und heutiger Leiter der KHG Vechta stellte auf Basis der Worte Jesu „Ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben“ das Wort „Vertrauen“ in den Mittelpunkt seiner Predigt. Ohne Vertrauen komme das zwischenmenschliche Leben nicht aus, dies gelte für Liebe, Ehe wie auch für den Alltag im Unternehmen in Bezug auf Mitarbeiter und in Bezug auf Vertragsabschlüsse. Vertrauen sei immer eine Vorschussleistung in die Zukunft. „Menschen, deren Vertrauen zerstört ist, haben keine Zukunft und leben nur im Hier und Jetzt“, warnte Zabel. Gebe es kein Vertrauen, dann walte zunächst die Vorsicht. Wo es kein Vertrauen mehr gebe, da regiere Misstrauen. „Wie schnell Vertrauen verloren gehen kann, sieht man an den Märkten, an den Börsen, wo es um den schnellen Profit geht. Es dauert sehr lange, bis verlorengegangenes Vertrauen wieder aufgebaut werden kann“, mahnte Zabel. Da neben der Theologie auch einen Abschluss als Diplom-Volkswirt hat, wusste er genau, wovon er sprach als er erklärte „Der Mensch braucht mehr Vertrauen als der Markt. Der Markt braucht die Kontrolle des Wettbewerbs. Der Markt ist unterhalb des Menschen.“ Das Vertrauen zeichne den Menschen mehr aus als den Markt, so Zabel. „Jesus hat uns zugesagt, dass wir Vertrauen und Hoffnung haben können. Er ist den 1. Schritt für uns Menschen gegangen. Durch sein Leiden am Kreuz hat er den 1. Schritt schon getan. Dies ist die Erlösung durch Jesus Christus für uns Menschen. Das ist das Geschenk, das wir von ihm erhalten haben, das uns zeigt ‚Wir haben eine Zukunft, wir dürfen auch Vertrauen haben in Jesus Christus und in unsere Nächsten‘. Vertrauen ist ein Lebensmittel “, erklärte Zabel abschließend.

Der Park von Schloss Heltorf ist ein Quell der Kraft, eine Oase, abseits der hektischen Wüste des Alltags, wo alle Menschen nur der Zeit hinterher zu rennen scheinen. Hier ist genau das möglich, wozu der Jesuitenpater und Sozialethiker Friedhelm Hengsbach unermüdlich aufruft: „Entschleunigung“. Wenn sich die Menschen regelmäßig an einen solchen Ort zurückzögen, gäbe es wahrscheinlich sehr viel weniger „Burnouts“.  Der von Maximilian Friedrich Weyhe konzipierte Part wurde ab 1803 angelegt.

Vor seiner Zeit als Oberbürgermeister war Dirk Elbers hauptberuflich als Rentmeister der gräflichen Liegenschaftsverwaltung auf Schloss Heltorf tätig

Dass der Sturm Kyrill im Jahre 2007 auch hier einige Schäden angerichtet hat, würde man heute kaum noch vermuten. Besonders beachtlich sind die teils mehr als 200 Jahre alten Pflanzen im Schlosspark, insbesondere ein Tulpenbaum aus dem Jahre 1799 mit einer Höhe von stolzen 35 Metern und einem Stammumfang von 7 Metern. 1662 haben sich die Grafen von Spee auf Schloss Heltorf niedergelassen. Die Verwaltung der forstwirschaftlichen Betriebe von Schloß Heltorf  steht bereits in der 13. Generation unter dem Spee´schen Wappen, dem roten Hahn. Schloss Heltorf wurde jedoch bereits vor fast 900 Jahren erstmals in einer Urkunde als Betrieb für Forst- und Landwirtschaft erwähnt. Zu besichtigen ist der Schlosspark von Mai bis Oktober am Wochenende. Man kommt mit der U-Bahnlinie 79 in Richtung Duisburg dorthin und muss an der Haltestelle Froschenteich aussteigen. Weitere Informationen findet man unter der Internetadresse www.forst-graf-spee.de.

Der Abend mündete in der Verköstigung mit Gulaschsuppe und Getränken in der idyllischen Orangerie von Schloss Heltorf, dabei konnte man sich sehr gut über künftige BKU-Projekte austauschen.

Chistian Dick




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