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Dött warnt vor Aufweichung der Rentenreform

Klares Bekenntnis zur Rente mit 67

Ein klares Bekenntnis zur Rente mit 67 hat die BKU-Vorsitzende Marie-Luise Dött, MdB abgelegt. Sie reagierte damit auf Kritiker, die den zum Jahreswechsel erfolgten ersten Schritt zur Umsetzung des höheren Renteneintrittsalters verschieben wollten.
Die Kritiker argumentierten, ohne bessere Beschäftigungschancen für Ältere führe die Reform zu einer Rentenkürzung. Dem hielt Dött  zwei Argumente entgegen:

1. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der Bundesagentur für Arbeit belegen, dass die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland mit 41,04 Millionen einen neuen Höchststand erreicht hat und der Personalbedarf der Unternehmen hoch bleibt. Die  Beschäftigungsquote der Älteren hat überdurchschnittlich zugenommen, das tatsächliche Renteneintrittsalter ist gestiegen. Die demografische Entwicklung dürfte diesen Trend noch verstärken. Unternehmen mit Weitblick setzen schon längst auf einen gesunden Mix aus jüngeren Mitarbeitern mit frischen Ideen und Älteren mit Erfahrung.

2. Die Kritiker eines höheren Renteneintrittsalters müssten klar sagen, welche Alternativen sie haben: Da sie eine Kürzung der Renten ablehnen, bleibe nur eine Erhöhung der Rentenbeiträge oder des staatlichen Zuschusses zur Rentenkasse. Beides würde die mittleren Generationen stark belasten, die schon jetzt unter einer hohen Abgabenlast leidet.

Unterbrechung des Mechanismus wäre "ein fataler Fehler"

Klar gesagt werden müsse auch, dass die Rente mit 67 nicht auf einen Schlag eingeführt wird sondern in kleinen Schritten. Für Dött  wäre es ein fataler Fehler, diesen langfristigen Mechanismus mit Blick auf die Arbeitsmarktlage kurzfristig immer wieder zu unterbrechen.
Dött wörtlich: “Um es einmal klar zu sagen: Man kann Sozialpolitik nicht gegen die Mathematik machen! In Deutschland sinkt die Zahl der Geburten, während die Lebenserwartung steigt. Wir sollten uns über die geschenkte Lebenszeit freuen, aber auch die Konsequenzen für die Finanzierung der Renten im Auge halten.”


Artikel im BKU-Journal 1/2012 als pdf
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