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Werte schaffen Werte

Unternehmertag der Di÷zese Speyer in Ludwigshafen

„Christliche Führung ist auch Seelenführung," meint der Bischof von Speyer, Dr. Karl-Heinz Wiesemann. Für eine christliche Führungskraft sei es daher wichtig, die Mitarbeiter als Person anzunehmen, sagte er beim zweiten Unternehmertag der Diözese Speyer am 9. Dezember in Ludwigshafen. Eingeladen hatten der Bischof und der BKU, das Heinrich Pesch Haus und die Landesvereinigung der Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz.
Der Bischof von Speyer Dr. Karl-Heinz Wiesemann (v.li.), BKU-GeschńftsfŘhrer Peter Unterberg und Dr. Manfred Fuchs von der Firma Fuchs Petrolub AG. / Foto: Christine Kraus
In seinem Vortrag empfahl der Bischof die Ordensregeln des Heiligen Benedikt als Alternative zu teuer bezahlten Managementseminaren. Schon Benedikt habe klargestellt, dass von allen, denen mehr anvertraut ist auch mehr verlangt werde. Der Abt eines Klosters - analog der Leiter eines Unternehmens - müsse sich einstellen auf die „Herde", die er zu führen habe. Für christliche Führungskräfte sei es dabei wichtig, sich der eigenen Quellen bewusst zu werden und bei der Führung daraus zu schöpfen, betonte Wiesemann.

Einer, der das im Unternehmensalltag umsetzt, ist der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates der Fuchs Petrolub AG, Dr. Manfred Fuchs. Er hat diesen Mannheimer Familienbetrieb für Schmierstoffe zu einem weltweiten Konzern mit 37 Werken in aller Welt ausgebaut. Die Begriffe Erfolg und Werte seien auf den ersten Blick unvereinbar, sagte BKU-Mitglied Fuchs. Für ihn stehe jedoch fest, dass „Werte Wert schaffen". Und die Schaffung eines Unternehmenswertes sei das erste Ziel des Unternehmers: „Es muss mehr Output herauskommen als ich hereinstecke", formulierte er.

Zweites Ziel sei die Sicherung des Unternehmensbestandes. Hierzu gehöre auch, bei Investitionen und Entscheidungen ausreichende Sicherheitsabstände einzubauen: „Es muss im Leben etwas schiefgehen dürfen, ohne dass gleich die Existenz gefährdet wird", betonte Fuchs. Und gerade in der Krise zeige sich der Wert der Werte: Dann „trägt das Kapital, das man in Friedenszeiten aufgebaut hat."

Damit bestätigte er indirekt das, was der Vorsitzende der Diözesangruppe Kurpfalz, Rainer Kininger, in seiner Begrüßung gesagt hatte: „Es ist gut, dass in Deutschland wieder mit Werten geführt wird."
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