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BKU-Pressemitteilung vom 28. Mai 2014

Ver÷ffentlichung konsolidierter Bilanzen

In einer Stellungnahme zu Kirche und Finanzen hat der Bund Katholischer Unternehmer e. V. (BKU) konkrete Gebote kirchlicher Vermögensverwaltung formuliert. Als entscheidende Prinzipien sieht der katholische Unternehmerverband den wirtschaftlichen Einsatz der Mittel, um die Nachhaltigkeit kirchlichen Handelns zu sichern, eine qualifizierte und professionelle Budgetplanung, Verwaltung und Kontrolle kirchlicher Einrichtungen sowie die transparente Dokumentation ihrer Aktivitäten durch ein kaufmännisches Rechnungswesen. Zu veröffentlichen seien konsolidierte Jahresabschlüsse, die alle Vermögensgegenstände umfassen, die in den Rechtsbereich der jeweiligen Körperschaft des öffentlichen Rechts fallen, und durch unabhängige Wirtschaftsprüfer testiert werden.
Qualifizierung, professionelle Unterstützung und Kontrolle
Nach den Vorfällen im Bistum Limburg hatte der Vorstand des Katholischen Unternehmerverbandes einen Arbeitskreis eingesetzt, um Leitlinien für den Bereich Kirchenfinanzen zu erarbeiten, die künftige Fehlentwicklungen vermeiden helfen sollen. Mit der heute veröffentlichten Stellungnahme liegen nun konkrete Forderungen vor.

Um die erforderliche Professionalisierung beim Umgang mit den Finanzen der Kirche zu erreichen, werden eine Qualifizierung ehrenamtlich Tätiger sowie ihre Unterstützung und Kontrolle durch Personen mit einschlägiger professioneller Erfahrung gefordert. Die kirchlichen Einrichtungen sollen eine Geschäftsführung bestellen, die ein Budget aufstellt, das von einem unabhängigen und qualifizierten Aufsichtsgremium genehmigt werden muss. Gegebenenfalls müsse das Verhältnis von episkopaler Jurisdiktionsgewalt und der diese an das Recht bindenden Aufsichtsjurisdiktion im Kirchenrecht neu austariert werden, um die Unabhängigkeit sicherzustellen.

Auflösung von Schattenhaushalten
Für eine klare Dokumentation, verständliche Kommunikation und nachvollziehbare Erläuterung des wirtschaftlichen Handelns der Finanzsituation kirchlicher Einrichtungen fordert der Verband ein kaufmännisches Rechnungswesen mit doppelter Buchführung und marktnahe Bewertungsmaßstäbe für alle Vermögensgegenstände. Sofern Schattenhaushalte bestehen, müssten sie aufgelöst werden.

Zugleich weist der BKU darauf hin, dass für die wirtschaftliche Aktivität und Anlage kirchlichen Vermögens neben den wirtschaftlichen Parametern Rendite, Risiko und Liquidität die soziale und ökologische Nachhaltigkeit entscheidende Kriterien seien. Bei der Vermögensanlage und Führung eigener Unternehmen müsse die Kirche ihrer besonderen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Kunden und gegenüber der Schöpfung gerecht werden.


Pressemitteilung als pdf

Weitere Informationen:


Download der Stellungnahme „Kirche und Finanzen – Gebote kirchlicher Vermögensverwaltung“  

Rückfragen beantwortet BKU-Geschäftsführer Martin J. Wilde, Tel.: 0221/27237–0, Mobil: 0172/2341922, oder per E-Mail.

Der BKU:
Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 200 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesangruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik und zum Führen mit Werten. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.
Herausgeber: Marie-Luise Dött, MdB, Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer e.V., Tel. 0221/27237-0.

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