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Diskussion bei der BKU/ERASMUS+ Summer School in Slowenien

Führung in Krisenzeiten 1945 – 1992 - 2017

Über „Führung in Krisenzeiten 1945 – 1992 - 2017“ diskutierte Stephan Werhahn, BKU-Vorstandsmitglied und Vizepräsident des europäischen Dachverbandes Christlicher Unternehmerverbände UNIAPAC, mit dem früheren und ersten demokratisch gewählten Ministerpräsidenten Sloweniens, Alojz Peterle.
Die Veranstaltung war Teil der zweiten Internationalen Summer School „Ethical Leadership in Economic Transition“, die der BKU vom 14. bis 23. August gemeinsam mit acht weiteren europäischen Institutionen im Rahmen des ERASMUS+-Projekts „Youth for Entrepreneurship and Business Ethics“(YEBE) organisiert hatte. Mit dabei waren Studenten aus fünf europäischen Ländern, darunter acht Teilnehmer aus den Reihen des BKU-Nachwuchsförderungsprogramms.
Sloweniens Staatspräsident Borut Pahor (links) begrüßt Stephan Werhahn. Rechts im Bild: Alojz Peterle, erster demokratisch gewählte Ministerpräsident Sloweniens.
Peterle berichtete über die Herausforderungen im Jahr 1991, als die jugoslawische Armee gegen die demokratisch gewählte Regierung Jugoslawiens vorging. Damals sei entscheidend gewesen, „die Versprechen zu halten und alle freien demokratischen Kräfte zu vereinen“ und gemeinsam gegen die aggressiven Angriffe des alten kommunistischen Regimes vorzugehen.

Werhahn erinnerte an die  Nachkriegssituation in Deutschland im Jahr 1945, als führende christliche Politiker mehrerer europäischer Länder die Weichen stellten für ein an klaren Werten orientiertes Europa , das sich entschieden gegen Diktatoren aus der politischen Rechten und Linken positioniert. Für das deutsche Wirtschaftswunder und die schnelle Rückkehr zu „Wohlstand für alle“ habe die Einführung der Sozialen Marktwirtschaft entscheidende Voraussetzungen geschaffen. Als Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer hat der politisch aktive Unternehmer Werhahn hier einen besonderen persönlichen Bezug.

Auch bei der anschließenden 25-Jahr-Feier zur slowenischen Unabhängigkeit mit dem slowenischen Staatspräsidenten Borut Pahor wurde deutlich, dass die Zukunft Europas entscheidend abhängt von guter und mutiger Führung, kombiniert mit einer klaren Vision für ein föderal organisiertes Europa, das Frieden und Wohlstand

Die Diskussion über Führung in Krisenzeiten gehörte zum Programmteil „Rethinking Social Market Economy“ der zweiten vom BKU organisierten Summer School. Die Teilnehmer zwischen 25 und 35 Jahren studierten auch die Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft und der Katholischen Soziallehre. Den Bezug zur päpstlichen Enzyklika „Laudato Si“ und aktuellen umweltökonomischen Fragen stellte Michael Kuhn her, stellvertretender Generalsekretär und Referent für Ökologie & Nachhaltigkeit der europäischen Bischofskonferenz COMECE.

Den zweiten Programmteil der Summer School bildete der interaktive Workshop zur Persönlichkeitsentwicklung, der Gelegenheit zur Reflektion des eigenen Führungsstils gab und Strategien zur werteorientierten Führung vermittelte.                       VB/SW



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