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Kaminabend

Thema: „Die Verfolgung der Christen in Afrika & die Migration nach Europa – aus der Perspektive eines Betroffenen“

Am Freitag, 30. Juni 2017 fand im Kapuzinerkeller des City Klosters Liebfrauen unser Kaminabend zum Thema „Die Verfolgung der Christen in Afrika & die Migration nach Europa – aus der Perspektive eines Betroffenen“ statt. Vor der Veranstaltung hatten einige Teilnehmer bereits die 18-Uhr-Messe in der Liebfrauenkirche besucht. Als Redner konnten wir Dr. Psych. Emeka Ani gewinnen. Dr. Ani ist psychologischer Psychotherapeut, Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken sowie im Bundespastoralrat der Katholiken anderer Muttersprachen.
 
Dr. Emeka Ani im Kapuzinerkeller Liebfrauen
Dr. Emeka Ani kam vor 20 Jahren aus Nigeria nach Deutschland und ist seit 14 Jahren in Frankfurt am Main. Er berichtete uns über die Konflikte in Afrika, zu denen es immer wieder anhand politischer und religiös motivierter Überzeugungen kommt. Allein in seinem Heimatland Nigeria gibt es 130 verschiedene Sprachen und Stämme, die alle zu einem Staat „zusammen gebastelt“ wurden. Hierin besteht der Nährboden für alle Konflikte. So gibt es diverse Terrororganisationen, wie z.B. Boko Haram, die in unterschiedlichen Gebieten Afrikas agieren und für die es nur ein Ziel gibt: die Zwangsislamisierung Afrikas. Alle Organisationen brauchen nur einen Zündstoff um so richtig zu entflammen: das Blut der Christen. So kommt es immer wieder zu massiven Anschlägen auf Christen, auf christliche Einrichtungen, auf Bildungseinrichtungen und sogar moderate Muslime. Der Reflex, der Menschen dazu bringt, das Leben zu schützen, lässt die Menschen vor diesem Grauen fliehen, auch wenn sie ihre Heimat gar nicht verlassen möchten. So ging es letztlich auch Dr. Emeka Amani vor 20 Jahren. 
 
Die internationale Gemeinschaft und die Weltkirchen können und sollten Afrika helfen. Hierüber wurde im Anschluss noch weiter diskutiert, auch über den Sinn oder Unsinn eines Marshall-Planes für Afrika und unter welchen Umständen dieser greifen kann bzw. sinnvoll ist. Herr Dr. Emeka Ani ließ uns alle jedenfalls sehr nachdenklich zurück.
 
hd 



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