Neuigkeiten

BKU VorORT - ETHEN ROHRE GmbH

26.04.2017 Wirtschaft N.E.U. denken

Seine Kontaktdaten überreicht Tobias Kirch, Geschäftsführer des Aachener Familienunternehmens ETHEN ROHRE GmbH, am Schluss des Abends noch ganz „undigital“: in einer kleinen Holzkiste, gefüllt mit Spänen, darauf die Visitenkarte. In einer Lasche steckt ein Rohr, so dünn wie eine Nähnadel. „Damit Sie sehen, was wir herstellen“, erklärt Kirch.
in der Produktionshalle
Der Abend begann mit einer Einführung in die Produktion und das Produkt. Die Präzisionsrohre aus Titan, Nickel oder Edelstahl haben einen Durchmesser von 0,7 bis 19 Millimetern und werden je nach Kundenwunsch als Einzelstücke oder in Kleinserien gefertigt. Zum Einsatz kommen sie im Ein-Mann-Handwerksbetrieb ebenso wie im Großkonzern. Zu den Kunden zählen
Automobilhersteller, Betriebe aus der Medizintechnik oder aus der Öl- und Gasindustrie. Vor zehn Jahren stieg Kirch als gelernter Handelsfachwirt beim Schwiegervater ins Geschäft ein. Inzwischen leitet er gemeinsam mit Schwiegermutter Elke Ethen den Familienbetrieb, in dem auch seine Ehefrau Michaela Kirch arbeitet.

Veränderung ist die Zukunft!
16 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen. Tobias Kirch hat indes dafür gesorgt, dass die ETHEN ROHRE GmbH von Kunden in aller Welt problemlos gefunden wird – über die Suchmaschine Google. Die Keywords wurden so eingestellt, dass „ETHEN ROHRE“ bei der Suche im Internet an erster Stelle erscheint. Das hat die Aufmerksamkeit des Google-Konzerns auf den Aachener Betrieb gelenkt. Das Ergebnis war ein Image-Film, den Google für das Unternehmen produziert hat.

„Unsere Internetseite ist das Aushängeschild, unser Schaufenster für den Weltmarkt“, sagt Kirch. Und genau deshalb steckte der kleine Betrieb großes Geld und viel Aufwand in das Marketing. Dafür suchte sich das Familienunternehmen vor zwei Jahren Spezialisten, die eine neue Website gestalteten. Das Design – ganz in Schwarz und Rot gehalten – fällt auf, die Fotos darauf haben etwas Künstlerisches. Außerdem legte Kirch Wert auf die  begleitenden Texte. Mitarbeiter der Aachener Marketing-Agentur POWER+RADACH hätten sich dafür intensiv die Produktion und die  Verwaltung des Unternehmens angeschaut, um zu verstehen, wie das Rohr-Geschäft im Detail funktioniert.

Die Motivation dahinter:
Heute arbeiten bei den Ethen-Kunden in der Regel keine technischen Einkäufer mehr, die das Metier kennen. „Deshalb muss jeder, der auf unsere Seite schaut, in wenigen Minuten verstehen, was wir machen“, erläutert Kirch. Das Konzept ist aufgegangen, denn der Kundenkreis wächst kontinuierlich – und das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Aber mit diesem Erfolg gibt sich Kirch nicht zufrieden. Er hat bereits die nächsten Schritte der Digitalisierung eingeleitet – unter anderem in Gestalt einer interaktiven Lagerliste. Hier sollen Kunden schnell die gewünschte Ware finden und ohne Mindestmengen bestellen können. Noch in diesem Jahr will Kirch einen Online-Shop einrichten. Zudem hat eine neue Software Einzug gehalten, die die Auftragsdaten mit den Maschinen des Betriebs verknüpft. Dadurch sollen zum Beispiel Werkzeuge konfektioniert oder Arbeitsschritte auf einen Blick erfasst werden – ohne die bis-herige Vorbereitung mit Papierunterlagen. Auf einem Display können die Mitarbeiter nun ablesen, welcher Produktionsschritt gerade erfolgt, um bereits den nächsten Auftrag vorbereiten zu können. Begleitet wurde dieser Umstellungsprozess vom Forschungsinstitut für Rationalisierung an der RWTH Aachen, das Betriebe dabei unterstützt, ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Weltweit gibt es nur wenige Unternehmen, die Präzisionsrohre produzieren.

Danke für die Einladung und den Einblick in die Welt der Rohre
Impressionen
Aktuelles
Regionale Termine
Presseschau
BKU-Pressemitteilung vom 10.03.2017
Kalte Progression abschaffen!
Anlässlich der aktuellen Diskussionen der Parteien zu neuen Steuerkonzepten fordern der Bund Katholischer Unterneh...
mehr
Welt am Sonntag vom 5.3.2017
Neu denken
Beim neunten VIP-Talk der BKU-Diözesangruppe Aachen sprach unter anderem BKU-Mitglied und OBI-Gründer Professo...
mehr
Hirschberg, Ausgabe 03/2017, S. 168
Damit Menschen Verantwortung übernehmen!
Menschen, die sich ihren Mitmenschen und dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen, sind in unserer Gesellschaft unverzich...
mehr
idea Spektrum Nr. 8 vom 22. Februar 2017
Manager sollten bei Fehlern stärker haften
Über die BKU-Forderung, an Stelle einer Begrenzung von Managergehältern lieber die Haftung von Managern ins Vi...
mehr
Evangelische Nachrichtenagentur idea vom 20.02.2017
Katholische Unternehmer: Manager sollen bei Fehlern stärker haften
Köln (idea) – Manager sollen für Fehlentscheidungen, die Unternehmen schädigen, in stärkerem M...
mehr