Neuigkeiten

Beitrag von Richard Schütze




Artikel
lesen

Die Bezüge von Familien- und Frauenministerin Manuela Schwesig und ihrer Chefin, Kanzlerin Angela Merkel, kann jeder einsehen. Auch die Gehälter ihrer männlichen Ministerkollegen sind bekannt. Da gibt es absolute Transparenz. Bei Mandatsträgern und Staatsbediensteten weiß alle Welt über das Salär Bescheid. Doch wissen auch die Assistentinnen und Sekretärinnen in den Büros der öffentlichen Verwaltung, was ihre männlichen Kollegen verdienen? Und wie schaut es den Büros und in der Produktion und Lagerhaltung von Unternehmen in der Privatwirtschaft aus?

Zur Herstellung von mehr Lohngerechtigkeit in der Privatwirtschaft hat Ministerin Schwesig jetzt den Entwurf des sog. Lohngerechtigkeitsgesetzes durch das Kabinett und auf den parlamentarischen Weg gebracht. Ihr geht es darum, dass gleiche oder eine vergleichbare Arbeit auch gleich entlohnt werden soll. Ganz im Sinne des Grundmotivs der SPD für den bevorstehenden Bundestagswahlkampf will die Ministerin mit betrieblichen Verfahren zur Überprüfung und Herstellung von Entgeltgleichheit mehr soziale Gerechtigkeit herstellen.

Private Arbeitgeber mit mehr als 500 Beschäftigten sollen regelmäßig ihre Entgeltstrukturen betreffend die Einhaltung von Entgeltgleichheit überprüfen. Im Wege eines von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zertifizierten Verfahrens sollen die Unternehmen eine komplexe Analyse ihrer Entgeltregelungen durchführen und detailliert über deren Ergebnisse sowie die Frauenförderung berichten. Die Beschäftigten sollen zudem einen individuellen Auskunftsanspruch zum Gehalt ihrer Kollegen erhalten. Auch Arbeitgeber mit mehr als 200 Beschäftigten sollen auf Anfrage erläutern müssen, nach welchen Kriterien in ihren Betrieben entlohnt wird. Die Mitbestimmungsrechte sollen ausgeweitet werden und Stellenausschreibungen Angaben zum Mindestentgelt enthalten. Last not least: Bislang entgegenstehende Verschwiegenheitsvereinbarungen zum Arbeitsentgelt sollen künftig nicht mehr gelten.  > weiterlesen in „Die Tagespost" vom 21.1.2017



kommentar Kommentar schreiben


kommentar Kommentare
23.01.2017 Beitrag von DG-Vorsitzenden Richard Schütze in „Die Tagespost" vom 21. Januar 2017
von Fides Mahrla
  Lohngleichheit ist bereits im Tarifvertrag verankert. Stellt der Staat die Autonomie der Gewerkschaften in Frage?

Individuelle Arbeitsverträge können nicht nur zwischen Männern und Frauen unterschiedlich sein, sondern auch zwischen Männern und zwischen Frauen. Die Genderideologie ist ein Übel unserer Zeit. Lohngerechtigkeit für gleichwertige Tätigkeiten sind kommunistische Hirngespinste. Das 40-jährige Experiment damit ist gescheitert und zur Wiederbelebung nicht empfohlen. Wir haben es erlebt: Gleichmacherei schafft keine Leistungsanreize.
Impressionen
Aktuelles
Regionale Termine
Presseschau
BKU-Pressemitteilung vom 10.03.2017
Kalte Progression abschaffen!
Anlässlich der aktuellen Diskussionen der Parteien zu neuen Steuerkonzepten fordern der Bund Katholischer Unterneh...
mehr
Welt am Sonntag vom 5.3.2017
Neu denken
Beim neunten VIP-Talk der BKU-Diözesangruppe Aachen sprach unter anderem BKU-Mitglied und OBI-Gründer Professo...
mehr
Hirschberg, Ausgabe 03/2017, S. 168
Damit Menschen Verantwortung übernehmen!
Menschen, die sich ihren Mitmenschen und dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen, sind in unserer Gesellschaft unverzich...
mehr
idea Spektrum Nr. 8 vom 22. Februar 2017
Manager sollten bei Fehlern stärker haften
Über die BKU-Forderung, an Stelle einer Begrenzung von Managergehältern lieber die Haftung von Managern ins Vi...
mehr
Evangelische Nachrichtenagentur idea vom 20.02.2017
Katholische Unternehmer: Manager sollen bei Fehlern stärker haften
Köln (idea) – Manager sollen für Fehlentscheidungen, die Unternehmen schädigen, in stärkerem M...
mehr