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15.12.2016 | DG Berlin-Brandenburg und YOUCAT-Foundation gemeinsam

DOCAT - Gottes Relevanz fŘr Leben und Tun

In einem zufälligen Gespräch mit Jugendlichen in einem Zugabteil bekommt er es mit diesem Satz zu tun: „Gott ist irgendwie unpraktisch – nicht cool – oder?“. Das spornt ihn an, die Relevanz Gottes für das ganz praktische Alltagsleben seiner Geschöpfe, der Menschen, vertieft zu betrachten, neu aufzublättern und darzustellen. Ist Gott nur noch Dekoration und Attribut - so wie all‘ die Accessoires im Weihnachtsrummel?

Feierliche Roratemesse mit Prof. Dr. Peter Schallenberg in St. Thomas v. Aquin

Von der Idee zum Werk

Der erfolgreiche Verleger und Autor Bernhard Meuser hat ihn, Peter Schallenberg, Professor für Moraltheologie und Ethik sowie Direktor der „Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle“ der Deutschen Bischofskonferenz, angestiftet; auf Initiative des „Bundesverbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung“ (KKV) macht sich unter seiner Leitung ein Team von 50 jüngeren Sozialwissenschaftlern, Theologen und Jugendlichen ans Werk. Viele Jugendliche, aber auch Kardinal Schönborn aus Wien, Erzbischof Celli in Rom, und viele Deutsche und Schweizer Bischöfe bringen in jahrelanger Arbeit mit auf den Weg, was nun als Buch vorliegt und als App online auf’s Handy heruntergeladen werden kann: Der DOCAT.

Im Anschluss an eine Pressekonferenz mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und Karl Kardinal Lehmann in Berlin präsentiert die YOUCAT-Foundation am 15. Dezember 2016 auf der adventlichen Jahresabschlussveranstaltung der Diözesangruppe Berlin-Brandenburg im Erzbistum Berlin des „Bundes Katholischer Unternehmer“ (BKU) das neue Werk.

DOCAT zum Anfassen

Rund 40 Mitglieder und Gäste des BKU staunen; im Anschluss an eine stimmungsvolle Rorate-Messe mit einer eindrucksvollen Predigt von Peter Schallenberg bekommen sie nun zu einem adventlichen Festschmaus mit erlesenen Getränken noch allerbeste Informationen von Bernhard Meuser, Peter Schallenberg und Jan-Philipp Görtz aus erster Hand serviert.

Mit dem DOCAT liegt erstmals ein Sozialkatechismus in populärer Sprache vor, der auf der Soziallehre der Kirche (entstanden im 19. Jahrhundert aus der Sozialen Frage) basiert. Papst Franziskus unterstützt dieses Werk ausdrücklich, hat ein Vorwort verfasst und preist es in einem Video-Clip an. Auf 320 Seiten, in 12 Kapiteln mit insgesamt 328 Fragen und Antworten und zahlreichen Abbildungen und Zitaten zeigt der DOCAT die sozialen und politischen Herausforderungen des heutigen Menschen mit Themen wie Frieden, Gerechtigkeit, Umwelt, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft auf. Zu jedem Kapitel gibt es eine Sammlung der entscheidenden Stellen aus den Sozialdokumenten der Kirche. Ein Register mit 1051 Stichworten, unter anderem zu Personen und Bibelstellen, rundet das handliche Werk ab.

Dieses einzigartige DOCAT-Buch gibt es aber nicht nur als Printausgabe. Es kann auch auf das Smartphone geladen werden und steht als App weltweit allen Meinungsbildnern und Entscheidungsträgern auch digital zur Verfügung. Die DOCAT-App beinhaltet nicht nur die Fragen und Antworten zur Katholischen Soziallehre, sondern u.a. auch ein unterhaltsames Wissensquiz und zahlreiche Zitate, die zudem online geteilt werden können.
So wie der YOUCAT sich aus dem Wort „Jugendkatechismus“ ergab, steht der von amerikanischen Jugendlichen kreierte und einprägsame Titel DOCAT für die Kombination von Handlungsempfehlungen (to do) und Wissen (Catechism).
Bereits 2017 wird der DOCAT in mehr als 30 Sprachen verfügbar sein. Das vor fünf Jahren erschienene Schwesterprodukt des DOCAT, der YOUCAT, ist mit über 7 Millionen verkauften Exemplaren in 72 Sprachen und Tausenden von Lerngruppen ein weltweiter Erfolg. Und die YOUCAT-Bibel hat 2016 einen Red-Dot-Design-Award erhalten.


„Be Part of the Popes Dream“

Für Papst Franziskus geht mit dem DOCAT ein Traum in Erfüllung. Der Papst ist Initiator einer weltweiten Jugendkampagne, die unter dem Motto „Be Part oft the Popes Dream“ mehr als eine Million junger Menschen mit den Gedanken und Prinzipien der Katholischen Soziallehre vertraut machen will. Diese „Million junger Christen, ja am besten eine ganze Generation“ soll „für ihre Zeitgenossen Soziallehre auf zwei Beinen“ sein. Die jungen Leute sollen alles über Solidarität, Menschenrechte, Menschenwürde, Frieden und Gerechtigkeit wissen. Aber auch ältere Leser und „User“ finden in diesem Werk eine klare Orientierung zu den zentralen sozialen, gesellschaftlichen und politischen Fragen unserer Zeit – wie zu Migration, Globalisierung, Hunger, Armut und Terror. Für den Papst ist der DOCAT „eine Art Gebrauchsanweisung, die uns hilft, mit dem Evangelium erst einmal uns selbst, dann unser nächstes Umfeld und am Ende die ganze Welt zu verändern“. In seinem Vorwort macht der Papst Mut: „Wenn Ihr das ganz tief verstanden habt, dann könnt Ihr als engagierte Christen die Welt verändern.“ Gott wird praktisch. > Papst-Video

Beitrag von Richard Schütze
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