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5. Christlich-muslimischer Unternehmerdialog zum Thema äFŘhren in kultureller Vielfalt ľ Durch kulturelle Vielfalt in FŘhrung gehenô

Vielfalt im Unternehmen ist Imperativ!

Der fünfte christlich-muslimische Unternehmerdialog stand am 26. Oktober unter dem Thema „Führen in kultureller Vielfalt – Durch kulturelle Vielfalt in Führung gehen“. Ausgerichtet wurde diese Veranstaltung von den BKU-Diözesangruppen Köln, Bonn, Düsseldorf, Aachen. Werner Wenning, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayer AG und langjähriges BKU-Mitglied, lud zum Diskurs ins Bayer Kasino Leverkusen, moderiert von  Ingo Brüggenjürgen, Chefredakteur domradio.de.

Uwe Richrath, Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen, begrüßte die Anwesenden und schilderte die langjährigen und erfolgreichen Integrationsprogramme der Stadt Leverkusen. „Darf man bei Ford beten? Führt man Ford in Brasilien genauso wie in Köln?“ Mit diesen Fragen, die DG-Köln Vorsitzender Prof. Manfred Maus an Rainer Ludwig, Geschäftsführer Personal- und Sozialwesen Ford-Werke GmbH, richtete, umriss er die Bandbreite des Themenspektrums.

„Entwickeln wir uns rückwärts?“ fragte Werner Wenning: „Bei einem der wertvollsten Werte, der Solidarität, scheint es so. Leadership: Wer ist denn eigentlich Herr oder Frau Europa? Was tut Europa in dieser weltweiten Entwicklung, um hier die Wettbewerbsfähigkeit zu halten?“ Skeptisch betrachtet er die aktuelle Entwicklung Europas. Abschottung, auch im Hinblick auf Handelsabkommen, gleiche einem Rückfall: „Abschottung hat noch keinem Land gut getan. Sie führt zu Provinzialismus und dogmatischem Denken. Wichtig ist, dass wir alles tun, um Wertekonzept aus Sicht des BKU zu verteidigen. Ohne Zweifel ist die Zuwanderung eine Herausforderung. Dialog ist die Voraussetzung, dass Gesellschaft gedeiht.“

Kulturelle Intelligenz

„Von sieben Mitgliedern des Bayer-Vorstands haben vier einen ausländischen Paß, im mittleren Management sind 30 Nationen vertreten,“ berichtete Wenning: „Vielfalt schafft ein kreatives Umfeld, Unternehmen sind innovativer und kundennäher. Bayer will mehr Kollegen aus Entwicklungs- und Schwellenländern ins Management bringen.“

Der Bayer-Konzern sandte 1970 den 23jährigen Werner Wenning nach Lima in Peru: „Ich bin Opladener und hatte bis dahin nicht mehr gesehen als Opladen. Mein Schreibtisch in Lima war eine Tischtennisplatte. Man muss andere Kulturen verstehen.“

Wenning definierte den Begriff „Kulturelle Intelligenz“: Unterschiede wahrnehmen und  berücksichtigen.

Von der Notwendigkeit, sich in bestehende Strukturen einzufinden, berichtete Dr. Ernst Grigat, Leiter Chempark. Sicherheit sei höchstes Gebot, in diesbezügliche Verhaltensnormen haben sich alle gleichermaßen zu fügen. Sein Praxisrezept und Wunsch zum interkulturellen Umgang lautet „Unverkrampftheit“.

Durch kulturelle Vielfalt in Führung gehen

Mit kultureller Vielfalt in Führung gehen, dafür ist Fußball bestes Beispiel. Michael Schade, Geschäftsführer der Bayer 04 Fußball GmbH, initiiert Begegnungen. Das Angebot lautet: Kicken und danach Deutschkurs lautet das freudig genutzte Angebot.

Serap Güler MdL, Integrationspolitische Sprecherin der CDU Landtagsfraktion, schildert ihre persönliche Gunst, mit drei Jahren in den Kindergarten gehen zu dürfen, um dort Sprache spielerisch erlernen zu können. Im Gegensatz dazu weiß Murat Vural, Vorsitzender von Chancenwerk e.V. von den Schwierigkeiten einer kulturell zerissenen Kindheit zu berichten. Dies aufzufangen ist Ziel seiner Arbeit mit Chancenwerk e.V..

„Wenn wir nun jeder nur einen der heute gehörten Gedanken wirklich in die Tat umsetzen, sind wir ein Stück weiter im notwendigen interkulturellen Dialog“ schließt Prof. Maus. ms/crad

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