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DG Ruhrgebiet im Reha-Zentrum auf Schalke

Arbeitgeber muss Vorbild fŘr individuelle Fitness sein!

Das Reha-Zentrum für Spitzensportler auf Schalke – aber auch für jedermann – war Ziel der  Mitglieder der DG Ruhrgebiet am 5. Oktober 2016 in Gelsenkirchen. Im Rahmen eines Rundgangs und Vortrags von Nicolaus Philipp Hüssen, Geschäftsführer des Gesundheitszentrums, holten sich die BKU-Mitglieder Anregungen für unternehmerische nachhaltige Spitzenleistungen.  BKU-Mitglieder Anregungen für unternehmerische nachhaltige Spitzenleistungen.

Foto: Schulte
Analog zum Bundesthema „Wirtschaft neu denken“ ging es darum, zu erfahren, was Unter- nehmer vom Sport lernen können. Leistung erbringen, der Erste sein wollen, dabei sich selbst nicht auspowern, aber vielleicht bis an die Grenzen gehen: Das gilt im Sport ebenso wie in der Wirtschaft. Leider ist Leistungssport seit Jahren von Dopingskandalen beeinträchtigt. Aber auch in der Wirtschaft gibt es schwarze Schafe, die mit Dopingmitteln den fairen Wettbewerb untergraben – ein Beispiel ist VW mit manipulierten Abgaswerten. Es sind aber nicht nur die bewussten ggf. illegalen Eingriffe, die dazu führen können, dass Sportler oder Unternehmer zusammenbrechen, sondern es können auch externe Umstände sein – eine Krankheit, ein Unfall, ein Konkurrent oder die politischen Rahmenbedingungen. Beim Sport wie in der Wirtschaft muss Prävention groß geschrieben werden, um möglichst gar nicht erst zum Reha-Fall oder Sanierungs-Fall zu werden.

Als offizieller Gesundheitspartner des FC Schalke 04 und der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) vereint das Haus ambulante orthopädische, kardiologische, psycho-somatische und berufsorientierte Rehabilitation, Prävention und Sport unter einem Dach. Mit 280 Mitarbeitern, davon 20 festangestellten Ärzten, täglich 1.000 Besuchern, davon rund 550 Rehapatienten, ist es das größte Reha-Zentrum Europas. Wenn Profi-Fussballer verletzt sind, werden sie ebenso hier behandelt wie z.B. Bürger, die trainieren wollen und sich dafür medizinisch diagnostizieren und einen individuellen Trainingsplan erstellen lassen.

Hüssen betonte, dass burn out und Depressionen zunehmen. Immer mehr Kinder hätten motorische Probleme, immer mehr Menschen würden älter, wobei 70 % der Frührentner psychosomatische Probleme haben. Gesundheitsmanagement werde in den Unternehmen somit immer wichtiger. Seiner Meinung zufolge fänden Unternehmen in Zukunft nur noch Mitarbeiter, wenn sie zur Gesundheitsvorsorge beitrügen. Der Arbeitgeber habe eine Vorbildrolle und Führungsaufgabe, die Balance von Arbeits- und Privatleben hinzubekommen. Es sei nachweisbar, dass eine Führungskraft, die sich mit sich selbst auseinandersetze, sich auch mit ihren Mitarbeitern auseinandersetze. Eine gesunde Organisation mit transparenten Entscheidungen, Vertrauen und Weiterbildungsmöglichkeiten führe zu geringer Krankheitsquote und Fluktuation. Wer körperlich fit sei, sei es auch bei der Arbeit. Wichtig sei eine kontinuierliche Gesundheitsförderung, nicht nur eine punktuelle. Weder dürften die Arbeitgeber erwarten, dass der Mitarbeiter auch nach Feierabend über Mails bzw. Smartphone auf Anfragen reagiere, noch dürften sich die Mitarbeiter selbst unter Druck setzen. Der Einzelne habe aber oft verlernt, sich selbst auch im

Privatbereich im Griff zu haben, weshalb der Unternehmer auch hier als Vorbild leben müsse. Es sei seine Aufgabe, im Unternehmen Regeln zu setzen und Strukturen zu geben. Er könne eine gesunde Arbeitsumgebung schaffen und starke Teams, damit letztlich die Arbeitnehmer individuell ihr Arbeits- und Privatleben in Einklang bringen könnten, sich gesund ernährten und genug bewegten.
 
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