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BKU-Frühjahrstagung 2015 in Altenberg mit dem Thema „Christliche Unternehmensführung im 21. Jahrhundert“

Mit Transparenz und Wertschätzung auf den Wandel in der Arbeitswelt reagieren

 Faktoren wie der demografische Wandel und die fortschreitende Digitalisierung verändern Arbeitsweisen, -Strukturen und Hierarchien in Unternehmen. Führungskräften stellt sich die Frage, wie am besten auf die Umbrüche reagiert werden kann – und das, ohne die christlichen Werte zu vergessen. Wenn Unternehmer eine vertrauensvolle Atmosphäre am Arbeitsplatz herstellen, ihre Mitarbeiter – egal auf welcher Ebene – wertschätzen und Sinnhaftigkeit der Arbeit vermitteln, dann sind sie gut aufgestellt für die Veränderungen. Diese Statements lassen sich als Fazit der Frühjahrstagung in Altenberg 2015 zum Thema „Christliche Unternehmensführung im 21. Jahrhundert“ zusammenfassen. 
Kardinal Woelki, Professor Manfred Maus und Hermann-Josef Johanns während der Frühjahrstagung

Als besonderen Gast durfte der BKU Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln, für einen Impulsvortrag begrüßen. Die heutigen Herausforderungen für Unternehmer lägen darin, Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass sich Mitarbeiter wohlfühlten und vor allem weiterentwickeln wollten. „Einer wertschätzenden Personalpolitik kommt immer größere Bedeutung zu, besonders, wenn herausragende Mitarbeiter gehalten werden sollen“, so der Erzbischof. Zudem betonte er, dass die freie Wirtschaft von einer großen Gier dominiert wird und sie sich mehr und mehr vom eigentlichen Nutzen entfernt hat: Den Menschen ihr Leben erfolgreicher und selbstbestimmter zu gestalten.

Um Erfolg in den sich ändernden Zeiten ging es auch in den drei Panels, bei denen Referenten zu unterschiedlichen Themen sprachen. Dr. Walter Jochmann (Mitglied der Geschäftsführung von Kienbaum) sprach in seinem Impulsvortag davon, dass Mitarbeiter und Kompetenzen die knappsten Ressourcen im Unternehmen seien und genauso wie Kunden behandelt werden sollten. Das heißt: Vertrauen haben und Fürsorge zeigen, dies sind Signale mit großer Breitenwirkung. In der Podiumsdiskussion zu den „Benefits für Mitarbeiter zum Wohle des Unternehmens“ stellten Ralf W. Barkey (Vorstandsvorsitzender Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband), Dr. Michel Gude (Vorstandsvorsitzender Cologne Chip AG) und Stephan Schneider (Marketingleiter Vodafone Deutschland) Programme und Anreize vor, um Fachkräfte im Unternehmen zu halten und junge Talente zu fördern. Gerade diese Faktoren werden in der Zukunft für Unternehmen immer entscheidender, da sich definitiv einiges in der Arbeitswelt verändern wird. Im Panel „Die Zukunft der Arbeit“ fasste es Dr. Werner Eichhorst (Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit) so zusammen: „Die Arbeit wird vernetzter und die Bedeutung höherqualifizierender Tätigkeiten nimmt zu“. Matthias Wesselmann (Geschäftsführer mps ag) fügte noch hinzu, dass Arbeit und Freizeit verschmelzen und Projektarbeit die Arbeitsform der Zukunft sei.

Zur Frage, wie ein Unternehmen mit christlichen Werten, mit Respekt und Motivation auf die veränderte Arbeitswelt reagiert, diskutierten Peter Fricke (Geschäftsführer Tente Rollen), Peter Krücker (Vorstand Caritasverband Köln) und Dr. Michael Metten (Geschäftsführer METTEN Stein+Design). Ihr Fazit: Um Werte zu vermitteln, müssen diese vorgelebt werden und eine Struktur haben.

An der Frühjahrstagung nahmen in diesem Jahr etwa 100 Gäste teil. Sie nutzten die beeindruckende Atmosphäre im Schatten des Altenberger Doms für einen intensiven Austausch. Nach dem Vortrag von Kardinal Woelki und dem Input der drei Panels konnten die Teilnehmer für den weiteren Programmverlauf zwischen einem geistlichen Impuls in der Markuskapelle oder einem Spaziergang auf den Spuren der Ziesterzienser rund um Altenberg wählen. Zum Abschluss fand ein festliches und hervorragendes Abendessen im Hotel & Restaurant „Wißkirchen“ statt, bei dem die Gäste ausgiebig Zeit für gute Gemeinschaft und Gespräche hatten. 

Weitere Impressionen zur Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie.

Anbei können Sie außerdem den Vortrag von Dr. Walter Jochmann, Mitglied der Geschäftsführung Kienbaum International Consultants, herunterladen.

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