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BKU-Arbeitskreis Soziale Ordnung legt ein Impulspapier Pflege vor

„Pflegenden mehr Freiheit und Eigenverantwortung zugestehen“

Der BKU-Arbeitskreis Soziale Ordnung hat ein Impulspapier Pflege vorgelegt.  Darin befassen sich die Autoren mit der Personalität in der Pflege, dem Thema Solidarität und Pflege, sowie „Subsidiarität und Eigenverantwortung in der Pflege“. 
Im Vorwort fordert Marie-Luise Dött MdB, BKU-Bundesvorsitzende, mehr Mut, die eigene Verantwortung selbst in die Hand zu nehmen, gerade bei der Vorsorge für die Lebensrisiken, statt gleich nach staatlicher Sozialpolitik zu rufen und sich blind auf diese zu verlassen. Denn auch hier diene nicht alles, was das Label „sozial“ trage, dem Gemeinwohl.
Umfassende Fürsorge drohe hilfebedürftige Bürger dauerhaft aus- statt einzuschließen. Etwa in Folge hoher Beitragslasten, die das Zustandekommen von Arbeitsverhältnissen gerade für weniger qualifizierte Menschen scheitern lassen. Bürokratieabbau in der Pflege, die auch den Pflegenden mehr Freiheit und Eigenverantwortung zugestehen, sollten realisiert werden.
 
Für Karl-Sebastian Schulte, Leiter des Arbeitskreises Soziale Ordnung, muss zwei Dekaden nach Einführung der Sozialen Pflegeversicherung diese einer kritischen Würdigung unterzogen werden. Nach den Leitprinzipien der katholischen Soziallehre werden folgende Fragen gestellt:
-    Welches Maß an Solidarität und Subsidiarität ist geboten, um die
      Herausforderung Pflege in einer schnell alternden Gesellschaft
      nachhaltig und generationengerecht zu bewältigen?
-    Wie viel Eigenverantwortung und unternehmerisches Denken tun Not?
-    Welche Aufgaben stellen sich für Familien, Unternehmen,
      Zivilgesellschaft, die Sozialpartner, aber auch für die Kirche mit ihren
      Einrichtungen und für jeden Einzelnen?
-    Wird Altern als prägendes gesellschaftliches Paradigma angenommen?
-    Bilden Pflegebedürftige, der Pflegende und seine Angehörigen mit ihren
     spezifischen Bedürfnissen, Sehnsüchten, Talenten und Fähigkeiten,
     Ängsten und Charismen noch den obersten Maßstab für das
     individuelle Handeln wie für Institutionen und Gesetzgeber?
-    Ist gerade die Personalität als Ankerpunkt für Würde und Menschlichkeit
      verloren gegangen?
-    Müssen wir Pflegepolitik im umfassenden Sinne gar wieder `vom Kopf
     auf die Füße stellen` und insofern neu denken?
 
Das Impulspapier Pflege ist auf bku.de eingestellt und kann hier heruntergeladen werden.
Auf Wunsch wird die Datei zugemailt, wenn Sie uns eine Nachricht senden an E-Mail: service@bku.de
Arbeitsexemplare werden gedruckt und können unter der genannten E-Mail-Adresse angefordert werden.

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