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Zum Unternehmer berufen - Zum Politiker berufen

Dieter Dombrowskis Weg in die Politik

Am 28. April 2015 traf sich der BKU im Rahmen der Reihe „Zum Unternehmer berufen“ mit dem Vizepräsidenten des Brandenburger Landtages Dieter Dombrowski MdL und ergänzte das Jahresmotto um „Zum Politiker berufen“. 

Dieter Dombrowski und Moderator Dr. Krieger
Katholische Akademie - Natürlich fand zu Beginn des Abends eine Heilige Messe, von Pfarrer Karlson zelebriert, statt. Im Mittelpunkt standen der Heilige Canisius und sein Wirken.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Dr. Jan Krieger, der den Gast um eigene Vorstellung bat, begann Dieter Dombrowski. Er ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Er beschrieb seine Kindheit als jüngstes von acht Kindern und die wichtige Rolle seiner, ab seinem dritten Lebensjahr, alleinerziehenden Mutter. Sie erzog Ihn und seine Geschwister zu einer gewissen Staatsferne, ohne dabei auf Widerstand zu setzen, sondern mehr auf ein Misstrauen gegenüber dem Staat im Allgemeinen, insbesondere nach eigenen Erlebnissen aus dem Nationalsozialismus. Der Katholische Glaube bildet hier das entscheidende Fundament. Als die Mutter das Rentenalter erreicht hatte, zog Sie von Ost- nach West-Berlin, um von dort besser für Ihre Kinder sorgen zu können. Der erste wirkliche Bruch der Familie mit der DDR erfolgte nach der Verweigerung von Besuchsvisa. Die Mutter war in West-Berlin lebensgefährlich erkrankt und ihre Kinder wollten Sie besuchen, die dafür notwendigen Visa wurden allerdings nicht genehmigt.

Nach einem gescheiterten Fluchtversuch der Schwester Dombrowskis und seiner selbst, wurden beide nach einiger Zeit Haft in der DDR, von der BRD freigekauft. Daraufhin entschlossen sich die meisten seiner Geschwister ebenfalls die DDR zu verlassen. Sie ließen sich nach provokanten Aktionen bewusst verhaften und wurden dann nach einiger Zeit in Haft ebenfalls freigekauft.

Erst in West-Berlin kam Dombrowski in Kontakt mit der Politik. Als er bei der SPD, für die er wegen Willy Brandt einige Sympathie empfand, wegen seiner Ansichten nicht heimisch werden konnte, begeisterte Ihn eine von der CDU organisierte Demonstration für die Wiedervereinigung Deutschlands. Als diese im darauf folgenden Jahr nicht erneut durchgeführt wurde, trat er mit dem Ziel die Demonstration wieder stattfinden zu lassen, in die CDU ein und es gelang Ihm die Demonstration wieder auf die Beine zu stellen.

Dombrowski äußerte Skepsis, ob man bei Ihm von einer Berufung zum Politiker sprechen könne. Ihm fehle der Ehrgeiz. Alles was er in seinem politischen Leben erreicht habe, habe sich vielmehr meist später als gewöhnlich aus den Umständen ergeben. So wurde er beispielsweise erst mit über 50 Jahren Generalsekretär der CDU Brandenburg.

Heute ist Ihm neben seinem Mandat und der Aufgabe als Vizepräsident insbesondere das Engagement für Flüchtlinge, vor allem denen aus Syrien, enorm wichtig. Er mahnte, dass jeden eine individuelle Verantwortung treffe. Auf das größte Problem der Brandenburger Politik angesprochen, antwortete er, es sei die Bildungspolitik. Die linke Politik der Vereinheitlichung der Lehrpläne und der allgemeinen Gleichmacherei unter dem Deckmantel der Chancengleichheit, führe dazu, dass die Leistungsstarken auf der Strecke bleiben. Dies müsse dringend verhindert werden.

Am Ende konstatierte Herr Dr. Krieger, dass man die Berufung bei Herrn Dombrowski sehr wohl erkennen könne. Seine Leidenschaft für die Freiheit, die Ablehnung von Willkür und sein unermüdliches Engagement für hunderte Flüchtlinge seien Zeugnis dafür.

Im Anschluss klang der Abend noch bei einem Glas Wein, Häppchen und guten Gesprächen aus. Erfreulich für die Berliner DG war auch die Anwesenheit der BKU-Bundesvorsitzenden Marie-Luise Dött MdB.

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