Neuigkeiten

Zum Unternehmer berufen vs. Evangelii Gaudium

Dokumente sind nicht vergleichbar

Auf dem BKU-Podium diskutierten am 28. Oktober 2014 Dr. Georg Rheinbay (Berlin Chemie / Menarini-Gruppe) und Martin Wilde (BKU-Geschäftsführer Köln und Generalsekretär UNIPAC) unter der Moderation von Richard Schütze (Schütze Consult), was der Papst mit seiner Wirtschaftskritik  im Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ auslösen wollte und ob das Dokument „Zum Unternehmer berufen"  dadurch missverstanden werden kann.

Martin Wilde (BKU-Geschäftsführer), Moderator Richard Schütze (Schütze Consult) und Dr. Georg Rheinbay (Berlin Chemie) v.l.n.r.
Katholische Akademie - „Die zwei Dokumente kann man eigentlich nicht vergleichen" erklärte Georg Rheinbay gleich zu Beginn, schließlich habe die „Antritts"-Enzyklika des Papstes die Benachteiligten im Blick und „will die Kirche aufrütteln, hat eindeutig eine pastorale Perspektive" ergänzte Martin Wilde. In der Schrift „Zum Unternehmer berufen"  hingegen wurde von zahlreichen Fachleuten das ethische Verhalten von Führungskräften in der Wirtschaft ausgewogen und positiv dargestellt. Die Unternehmer werden dadurch ermutigt, dem Gemeinwohl zu dienen und die Benachteiligten einzubeziehen.

Mit seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ hat Papst Franziskus sich an die Christgläubigen gewandt, um sie zu einer neuen Etappe der Evangelisierung einzuladen, die von der „Freude des Evangeliums“ geprägt ist (EG 1). Es geht ihm also um den gesamten Lebensvollzug der Kirche in der heutigen Welt. Darin kritisierte Papst Franziskus das „herrschende Wirtschaftssystem“ u.a. mit den Worte „diese Wirtschaft tötet". Dies hat  zu einem lebhaften Medienecho geführt und die Frage aufgeworfen, wie die Kirche grundsätzlich über die Wirtschaft denke und ob die Aussagen des Papstes darüber mit der bisherigen Soziallehre der Kirche vereinbar sind.  Die Internationale Christliche Unternehmervereinigung (UNIAPAC), der auch der BKU angehört, reagierte mit einer umfangreichen Stellungnahme auf das päpstliche Rundschreiben.

Die Teilnehmer diskutierten anschließend sehr angeregt die Gründe des negativen Images von Unternehmern. Unternehmerpersönlichkeiten sollten ermutigt und ggf. medial geschult werden, um öffentlich die Inhalte der katholischen Soziallehre erklären und die Auseinandersetzung in den Medien begleiten zu können. Eine positive Austrahlung und Kommunikation führe zu einem Imagegewinn.

Best Practice: Videos „Jobs und Karriere bei Berlin Chemie" mit jungen Mitarbeitern, die authentisch über ihre Arbeit berichten > hier



Impressionen
Aktuelles
Regionale Termine
Presseschau
BKU-Pressemitteilung vom 10.03.2017
Kalte Progression abschaffen!
Anlässlich der aktuellen Diskussionen der Parteien zu neuen Steuerkonzepten fordern der Bund Katholischer Unterneh...
mehr
Welt am Sonntag vom 5.3.2017
Neu denken
Beim neunten VIP-Talk der BKU-Diözesangruppe Aachen sprach unter anderem BKU-Mitglied und OBI-Gründer Professo...
mehr
Hirschberg, Ausgabe 03/2017, S. 168
Damit Menschen Verantwortung übernehmen!
Menschen, die sich ihren Mitmenschen und dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen, sind in unserer Gesellschaft unverzich...
mehr
idea Spektrum Nr. 8 vom 22. Februar 2017
Manager sollten bei Fehlern stärker haften
Über die BKU-Forderung, an Stelle einer Begrenzung von Managergehältern lieber die Haftung von Managern ins Vi...
mehr
Evangelische Nachrichtenagentur idea vom 20.02.2017
Katholische Unternehmer: Manager sollen bei Fehlern stärker haften
Köln (idea) – Manager sollen für Fehlentscheidungen, die Unternehmen schädigen, in stärkerem M...
mehr