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DG Berlin und Magdeburg unternahmen Familienausflug zur Bischofsresidenz Burg Ziesar

Faszination Mittelalter fŘr Gro▀e und Kleine

Wo Brandenburg heute aufhört und Sachsen-Anhalt beginnt, renommiert das Kleinstädtchen Ziesar an der A2 mit Nordostdeutschlands komplettest erhaltener Bischofsburg – einem kulturhistorischen Highlight aus dem Mittelalter. Dort trafen sich am ersten Julisonntag dieses Jahres BKU-Mitglieder aus den Diözesangruppen Berlin und Magdeburg zum gemeinsamen Familienausflug. Doch gleich nach der Ankunft trennten sich die Wege der großen und kleinen Teilnehmer:
Nach dem Vorbild der legendńren Raubritter derer von Quitzow: Benedikt der Furchtlose (Foto: Fides Mahrla)

Die Kinder wurden im Burgpark ritterlich von zwei Pfadfindern aus dem benachbarten Kloster Lehnin begrüßt und hörten aufmerksam Wissenswertes über die Knappenausbildung am Hofe der Bischöfe. Die vielfältigen historischen Spiele und natürlich die Ritterrüstung weckten die Lust am Ausprobieren.

Die Erwachsenen indes folgten dem Leiter der Bischofsresidenz Burg Ziesar, Dr. Clemens Bergstedt, ins „Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters“ mit der Dauerausstellung „Wege in die Himmelsstadt. Bischof – Glaube – Herrschaft 800 -1550“. Seit Pfingsten 2005 führt das Haus an jene Landeskultur und -geschichte heran, die in der öffentlichen Wahrnehmung lange Zeit hintenanstand, ja bisweilen vergessen sein sollte: Anspruch und Wirksamwerden des mittelalterlichen Christentums und seiner Kirche in der kulturellen Entwicklung Brandenburgs. Der Anspruch an Repräsentation fürstlicher Herrschaft und geistlicher Macht der Bischöfe von Brandenburg bestimmte die Merkmale iher Residenz. In Ziesar dauerte sie rund 200 Jahre von der Mitte des 14. Jahrhunderts bis zur Reformation. Im Zentrum der Anlage die Burgkapelle, vollständig ausgemalt mit farbigen Rankenmalereien, biblischen Wurzel-Jesse-Motiven und einer großflächigen Strahlenkranz-Madonna. Der Kirchenraum imaginiert als himmlischer Paradiesgarten. Einzigartig ist das Spiel des sich wandelnden Tageslichts und die beeindruckende Akkustik, die uns der Organist mit verschiedenen Instrumenten erlebbar machte. Seit 1952 steht die Kapelle wieder der Katholischen Gemeinde für Gottesdienste zur Verfügung. 

Auch im Hauptteil des Gebäudekomplexes, dem Palas, haben sich mittelalterliche Wandmalereien erhalten: Gott als Allmächtiger (Maiestas Domini), große Heiligenfiguren, eine idealtypische Stadtdarstellung, eingearbeitet in eine großflächige Pilgerkarte: Wege in die Himmelsstadt und – soweit ihre bisherige Deutung – Ausweise des Himmlischen Jerusalems.

Beim anschließenden Picknick unter schattenspendenden alten Parkbäumen zeigten die Kinder den Eltern die gelernten Ritterspiele: Armbrust- und Bogenschießen sowie Schwertkampf und Büchsenwurf. Die Begeisterung der kleinen Ritter steckte auch die Großen an, so dass die Zeit bis zum Abschlussgottesdienst mit Pater Dr. Clemens Dölken, geistlicher Berater der DG Magdeburg, wie im Fluge verging. 

Obwohl im Jahr 1408 Raubritter Dietrich von Quitzow bei einer Schlacht im Nachbarort Glienicke die Magdeburger besiegte und vertrieb, hat uns die Geschichte des Ortes und der BKU in Ziesar zusammen-gebracht. Gott sei Dank dafür. Für all diejenigen, die nicht mitkommen konnten, folgende Tipps:

Zum Erleben
: „Ziesar wird belagert“ vom 20. bis 21. September 2014 > Flyer
Zum Nachlesen:  Der erste Roman von Karl May „Der beiden Quitzows letzte Fahrten“ auch unter dem Titel „Wildwasser“ bekannt, spielt in der Mark Brandenburg. Von all den Orten, die May in diesem, seinem „Gesellenstück“ beschrieben hat, ist allein die Burg Ziesar – hier spielt ein ganzes Kapitel im Roman – weitgehend erhalten geblieben.
Zum Mitreden: 360° Panorama-Blick bei virtuellem Rundgang

Fides Mahrla

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