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Offener Realisierungswettbewerb zur Neugestaltung der St. Hedwigs-Kathedrale

St. Hedwig - Geschichte und Bedeutung

Das Erzbistum Berlin hat einen offenen Realisierungswettbewerb zur Neugestaltung des Innenraums der St. Hedwigs-Kathedrale und einen Ideenwettbewerb zum baulichen Umfeld ausgelobt. Das bauhistorische Bestandsgutachten, als Voraussetzung für den Architekten-Wettbewerb, wurde im Auftrag des EBO von unserem Vorstandsmitglied Dr. Jan Krieger und seinem Büro realisiert.

Architekt Dr. Jan Krieger
Am 27. Januar konnten sich die Teilnehmer beim BKU-Abend im Bernhard-Lichtenberg-Haus von Architekt Jan Krieger aus erster Hand über das Projekt informieren lassen. Sein Vortrag, mit  zahlreichen Bildern zu Geschichte und Bedeutung von St. Hedwig, basiert auf den Ergebnissen des Gutachtens. Dabei erläuterte er die Aufgabenstellung des Architekten-Wettbewerbs. Als erfahrener Unternehmer agiert er bei diesem Projekt als Berater und Moderator. Auf Grund seiner großen Nähe zum EBO wird er sich an der Ausschreibung nicht beteiligen.


St. Hedwigs-Kathedrale – Bauwerk und Ort außerordentlicher Bedeutung
Die Kirche geht tatsächlich auf die konkreten Ideen des Königs von Preußen, Friedrichs des Großen zurück. Er selbst plante zusammen mit seinem Architekten Georg Wenzeslaus v. Knobelsdorff zu Beginn seiner Regierungszeit 1740 die Anlage eines „Forum Fridericianum“ als kulturelles Zentrum von Preußen. Neben einem königlichen Schloss, Oper und Bibliothek sollte auch die geistliche Komponente dort ihren Platz haben, und so stellte der König den Katholiken Berlins an „seinem“ Forum einen prominenten Bauplatz zur Verfügung. Die Philosophie des Königs im protestantischen Preußen war weniger konfessionell als pantheonisch  ausgerichtet, und so sollte der Bau sich auch an dem Vorbild des Pantheon in Rom ausrichten. Mit einer umgedrehten Kaffeetasse soll er die Baufigur erläutert haben. Unter seinen Augen entstanden die Entwurfszeichnungen von Jean-Laurent Le Geay und die Bauplanung von G.W. v. Knobelsdorff.  1747 fand unter seiner Regie die Grundsteinlegung statt. Für die Tiefgründung des Bauwerks stellte das Königshaus 18 Eichenstämme zur Verfügung.

> Geschichte der Kirche und ihre baulichen Veränderungen bis 1979 nachzulesen in dieser Kurzbeschreibung von Dr. Jan Krieger

Aktuelle Fragen
Die politische Wende von 1989, die neue Einheit Deutschlands und schließlich der Hauptstadt- Beschluss zugunsten von Berlin haben die Bedeutung der St. Hedwigs-Kathedrale aber noch einmal grundlegend verändert. Im Laufe der Jahre haben sich immer wieder funktionelle Fragen mit Blick auf das spezielle Innenraumkonzept ergeben, die sich heute nach veränderter Bedeutung erneut stellen. In liturgischer Hinsicht werden  zum Beispiel die Lage des Ambo als Ort der Verkündigung, die Lage des Altars mit fehlender Umschreitbarkeit, die unklare Zelebrationsrichtung über die große Öffnung hinweg, der fehlende Mitteleinzug, die Zelebration in der Unterkirche mit dem Rücken zum Volk diskutiert. In räumlicher Hinsicht  wirft  unter anderem die Trennung der Gemeinde in zwei Hälften, der große Platzverlust in der Kirchenmitte und die sehr nüchterne Gestaltung der Eingangshalle Fragen auf. Der unzulängliche Platz für den wichtigen Aspekt der Kirchenmusik mit Chor und Orchester bildet ein eigenes Thema.

Wettbewerb     
Vor 35 Jahren ist die Kathedrale zuletzt renoviert worden.  Die inzwischen stark verschmutzten Oberflächen im Innenraum des wertvollen Gebäudes haben heute eine erneute Renovierung dringend nötig, die Haustechnik muss auf einen neuen Stand gebracht werden. Die Bewältigung dieser Maßnahmen wird unvermeidlich Bauarbeiten in größerem Umfang auslösen. Um der neuen Bedeutung der St. Hedwigs-Kathedrale gerecht zu werden, ist jetzt der richtige Zeitpunkt darüber nachzudenken, ob im Zuge dieser Arbeiten auch Veränderungen am inneren Konzept möglich oder sogar nötig sind. Der im  November 2013  im  240sten  Jahr nach der ersten Weihe der Kirche und nach inzwischen vier grundsätzlich verschiedenen Innenraumfassungen ausgeschriebene Architektenwettbewerb soll helfen, auf die anstehenden Fragen unter Berücksichtigung der Interessen des Erzbistums und der Gemeinde, von Liturgie, Kirchenmusik, sowie öffentlichem Interesse und Denkmalschutz angemessene und dem außerordentlichen Wert dieses Kirchen-Bauwerkes entsprechende Antworten zu finden.  Dr. Jan Krieger

Die Entwürfe der 2. Phase werden in der St. Hedwigs-Kathedrale vom
5. bis  30. Juli 2014  ausgestellt.


Jurymitglieder > zum Nachlesen
Weitere Informationen finden Sie auch auf der der Webseite des Erzbistums Berlin


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