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Parlamentarierkreis bringt Kirche, Politik und Wirtschaft ins Gespräch

Bundeskanzlerin Merkel als Festrednerin zum 20jährigen Bestehen des Kardinal-Höffner-Kreises

Berlin. Der Kardinal-Höffner-Kreis hat mit einer großen Festveranstaltung am 5. Juni 2013 in der Katholischen Akademie in Berlin sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Der 1993 gegründete Parlamentarierkreis versteht sich als "Forum engagierter Christen" an der Nahtstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Kirche". Die Mitglieder treffen sich in regelmäßigen Abständen, um mit hochrangigen Vertretern der Kirche über gesellschaftspolitische Frage zu diskutieren.
Bundeskanzlerin Merkel warb auf der Veranstaltung um den Beitrag der Kirchen für die Gesellschaft. «Es gibt Dinge, die kann Politik nicht erfüllen», sagte die CDU-Vorsitzende. Um den Zusammenhalt in einer Gesellschaft zu organisieren, brauche es eine «Herzensbildung und eine Gewissensbildung» der Menschen. «Ich kann nur dazu ermuntern, dabei mitzuhelfen». Dabei müsse über neue Wege gesprochen werden, wie Menschen erreicht werden könnten, die keinen Zugang mehr zu den gemeinsamen Wurzeln von Religion und Gesellschaft hätten.

Grundlage ihrer Politik sei das christliche Menschenbild auf Grundlage der Bibel. Aus der Gottesebenbildlichkeit des Menschen ergebe sich, dass der Mensch zu Freiheit und Verantwortung berufen sei, sagte die Kanzlerin. Daraus lasse sich konkrete Politik ableiten, etwa der unbedingten Schutz menschlichen Lebens am Anfang und Ende.

Joseph Kardinal Höffner habe als Sozialwissenschaftler und Bischof zu seiner Zeit dazu beigetragen, die katholische Soziallehre mit zur Grundlage der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland zu machen, so die Kanzlerin. > Rede lesen.



Der Kardinal-Höffner-Kreis wird geleitet vom CDU-Bundestagsabgeordneten und Parlamen-tarischen Staatssekretär Hermann Kues. Er warb in der Veranstaltung dafür, sich in einer zunehmend säkularen Gesellschaft zu den eigenen Werten und zum Christentum zu bekennen. Viele Menschen hätten kein Verständnis mehr für die öffentliche Bedeutung von Kirche und Religion, da gelte es gegenzuhalten. Dazu müsse man das eigene Bekenntnis nicht immer «wie eine Monstranz» vor sich her tragen, aber man müsse sich bekennen, «wenn es drauf ankommt».

BKU-Mitglied Wolfgang Gruhn dankte für 20 Jahre gute Gespräche



An den Treffen des Kardinal-Höffner-Kreis nehmen regelmäßig auch Vertreter der Diözesangruppe Berlin des BKU teil. Für die guten Begegnungen und Gespräche dankte Wolfgang Gruhn am Ende der Festveranstaltung. Er war das erste Mitglied des Berliner BKU, der nach dem Umzug des Bundestages bei den Berliner Treffen des Kreises mitmachen durfte. Gruhn überreichte der Bundeskanzlerin sowie den Vorsitzenden des Höffner-Kreises Hermann Kues und Georg Brunnhuber Porzellanbären der Berliner Firma KPM.

Björn Jansen
(Abgeordnetenbüro Dr. Hermann Kues)


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