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Die alljńhrliche Herbstfahrt brachte die DG Regensburg an die Grenzen Europas

Herbstreise 2010: Lissabon und Portugal

Nach der Polen-Reise im letzten Jahr (BKU-Journal 3 09, S. 34) zog es die Diözesangruppe Regensburg diesmal wieder in den Westen: nach Portugal, wo 10 Mitglieder des BKU nicht nur die Landeshauptstadt Lissabon aufsuchten, sondern auch die Universitätsstadt Coimbra und das Seebad Cascais. Eine Woche lang (vom 24. September bis zum 1. Oktober 2010) besuchten die BKU-Mitglieder aus Regensburg, Lappersdorf und Schwandorf nicht nur die üblichen touristischen Sehenswürdigkeiten, sondern suchten über das persönliche Gespräch mit Personen und Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kirche auch den persönlichen Kontakt mit einem Land, das nicht nur am Rande Europas liegt, sondern auch am Tor zum Atlantik, der noch heute Hoffnungsträger einer Seefahrernation mit ruhmreicher Vergangenheit ist.

Mehr denn je glich die Herbstreise 2010 einem Staatsbesuch: nicht nur José Kardinal da Cruz Policarpo, dem Patriarchen von Lissabon, und Botschafter Helmut Elfenkämper stattete die Reisegruppe des BKU einen Besuch ab, sondern auch Hans-Joachim Böhmer, dem Geschäftsführer der Deutsch-Portugiesischen Industrie- und Handelskammer, sowie Joaquim Aníbal Brito Freixial de Goes, dem Executive Board Director der Banco Espirito Santo. Jeder Gesprächspartner vermittelte aus seiner Perspektive eine unterschiedliche Sicht auf die Rolle, die Portugal im Europa der Zukunft spielen wird.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand erwartungsgemäß die andauernde Wirtschafts- und Finanzkrise, nicht zuletzt mit Blick auf die Erfahrungen aus Griechenland. Von den alten Seewegen nach Brasilien und Angola erhoffen sich die Portugiesen noch heute wirtschaftliche Prosperität und handelsbilanzielle Pluspunkte. Dabei zeigte sich die negative Außenhandelsbilanz des Landes, das nicht viel mehr als Kork und Portwein produziert und exportiert, als grundlegende Schwäche der portugiesischen Wirtschaft.

Dies gilt auch für das Bildungswesen, wo noch elementarer Aufholbedarf vorherrscht, sozusagen als „Altlast“ aus der Zeit der Diktatur Salazars. In der altehrwürdigen Universitätsstadt Coimbra konnten sich die BKU-Mitglieder im Gespräch mit João Gabriel Silva, dem Präsidenten der wissenschaftlich-technischen Fakultät, davon überzeugen, dass Portugal den Kampf um die Bildung als Wirtschaftsgut der Zukunft gleichwohl nicht aufgibt; ein Besuch bei „ISA“ (Intelligent Sensing Anywhere), einem spin-off der Universität, konnte derlei Engagement aus praktischer Perspektive veranschaulichen.



Drumherum kamen auch die „üblichen“ Sehenswürdigkeiten nicht zu kurz: die „obligatorische“ Fahrt mit der Linie 28, der berühmten gelben Straßenbahn, die sich mühsam durch die Gassen der Alfama zum Bischofspalast (Igreja paroquial de São Vicente de Fora) hinauf kämpft; Torre di Belém und Mosteiro dos Jerónimos als leuchtende Beispiele manuelinischer Pracht; eine Welt aus Kacheln im Museo Nacional do Azulejo (Convento da Madre de Deus); ein Abendspaziergang zum Castelo de São Jorge, ein Sonnenuntergang am Largo da Graça, eine Fahrt mit der Seilbahn am Parque das Nações, entlang dem Gelände der Expo 98. Schließlich ein Fado-Abend im gleichnamigen Clube mit Cristina Madeira – intensiver kann man Lissabon nicht erleben.

Auch 2011 plant die DG Regensburg wieder eine Herbstreise, die dann in das Baltikum führen soll – auf den Spuren des Deutschen Ordens. Interessenten mögen sich mit Dr. Thomas Troidl in Verbindung setzen (telefonisch unter 0941-55156 oder via e-mail: thomas.troidl@rae-schlachter.de).
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